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Mehr als 40 Energieanlagen in neun Ländern im Nahen Osten sind schwer von dem Krieg mit Iran betroffen. Laut IEA-Direktor Fatih Birol handelt es sich um Anlagen, die „schwer oder sehr schwer“ beschädigt wurden. Die Wiederherstellung von Ölfeldern, Raffinerien und Pipelines kann Monate dauern, selbst wenn der Konflikt schnell abklingt.
Die Schäden verdeutlichen, wie tief die Energiekrise inzwischen in die Weltwirtschaft eingreift.
Birol zeichnet ein düsteres Bild der Lage. Seiner Meinung nach ist die aktuelle Störung mit mehreren historischen Krisen zusammen vergleichbar. Er verweist auf die Ölkrisen der 1970er Jahre und die Gaskrise nach der russischen Invasion in der Ukraine.
Die Auswirkungen gehen über Öl und Gas hinaus. Auch Märkte für Petrochemikalien, Düngemittel, Schwefel und Helium sind stark betroffen. Diese sind essenzielle Rohstoffe für Industrie und Landwirtschaft, was die Folgen weltweit spürbar macht.
Vor allem Asien wird hart von den Störungen getroffen, aufgrund der starken Abhängigkeit von Energie aus dem Nahen Osten. China hat inzwischen beschlossen, den Export von Kraftstoffen zu begrenzen.
Die IEA reagiert kritisch auf diesen Schritt. Birol zufolge helfen Exportbeschränkungen nicht, sondern erhöhen den Druck auf die internationalen Märkte.
Die IEA hat bereits eingegriffen, indem sie Hunderte Millionen Barrel Öl aus strategischen Reserven freigegeben hat. Das soll die schlimmsten Schocks abfangen.
Laut Birol ist das jedoch keine dauerhafte Lösung. Solange die Straße von Hormus nicht vollständig für den Schiffsverkehr geöffnet ist, bleibt der Energiemarkt verwundbar und unsicher.
Die US-Zinsen fallen heute deutlich. Offenbar hofft der Markt trotz der Angriffe der USA auf ein Friedensabkommen mit Iran.
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