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Die Jagd nach Satoshi Nakamoto erreicht die große Leinwand. Gal Gadot, Casey Affleck und Pete Davidson übernehmen die Hauptrollen in einem neuen Hollywood-Thriller über den mysteriösen Erfinder von Bitcoin (BTC). Es ist ein Novum: Der Film wurde vollständig mit künstlicher Intelligenz (KI) erstellt.

Bitcoin: Killing Satoshi

Der Film trägt den Titel „Bitcoin: Killing Satoshi“ und thematisiert das größte Rätsel der Kryptowelt: den unbekannten Schöpfer von Bitcoin. Casey Affleck schlüpft in die Rolle des australischen Informatikers Craig Wright, der jahrelang behauptete, der Mann hinter Satoshi zu sein.

Pete Davidson spielt den Glücksspiel- und Kryptowährungs-Mogul Calvin Ayre, der die Kriegsberichterstatterin Lotte, verkörpert von Gal Gadot (Wonder Woman), auf Wright ansetzt. Auch Isla Fisher ist in einer Rolle zu sehen.

Laut der Handlung ist Wright der wahre Satoshi und wird seit Jahren Ziel von Anschlägen. Lotte soll herausfinden, wer ihn umbringen will und weshalb. Die Macher vergleichen die Geschichte mit einem Kampf David gegen Goliath: unwahrscheinliche Antihelden, die sich gegen Regierungen, Wall Street und Silicon Valley stellen.

Doug Liman (Die Bourne Identität) führt Regie nach einem Drehbuch von Nick Schenk, dem Stamm-Autor von Clint Eastwood. Der Film wird nächsten Monat auf dem Filmfestival in Cannes zum Verkauf angeboten.

Keine einzige Szene vor Ort

Die Vorgehensweise macht diese Produktion einzigartig. „Bitcoin: Killing Satoshi“ wird als erster vollständig KI-generierter Spielfilm in Studioqualität präsentiert. Die Dreharbeiten dauerten nur zwanzig Tage, während ein durchschnittlicher Hollywood-Film über drei Monate am Set benötigt.

Alles fand in einem umgebauten Autohaus in West-London statt, das die Crew „die graue Kiste“ nannte. Die Schauspieler spielten ihre Szenen vor grauen Bildschirmen. Alle Hintergründe, Beleuchtung und Schauplätze wurden nachträglich mit KI erstellt.

Das spart eine Menge Geld. Eine traditionelle Produktion hätte nach Angaben der Macher rund 300 Millionen Dollar gekostet. Das endgültige Budget belief sich auf 70 Millionen Dollar, mehr als viermal so wenig.

Das Rätsel um Satoshi

Bitcoin ist so konzipiert, dass es ohne zentrale Instanz funktioniert. Es gibt kein Gesicht und keine Partei, die die Kontrolle hat. Dass Satoshi nie enttarnt wurde, ist daher eigentlich ein Vorteil.

Satoshi verfügt zudem über mehr als 1 Million Bitcoins (etwa 66 Milliarden Euro wert), die in den Anfangstagen des Netzwerks geschürft wurden. Diese Bestände sind seit 2010 unberührt in seinen Wallets.

Wenn bekannt wird, wer das Genie hinter Bitcoin ist, bekommt die Währung plötzlich eine Schwachstelle. Plötzlich besitzt jemand eine Adresse mit über 1 Million Bitcoins, etwa 66 Milliarden Euro wert. Regierungen, Hacker und Kriminelle wüssten dann genau, wo sie ansetzen müssen. Und das Netzwerk verliert einen Teil seines größten Vorteils, nämlich dass niemand die Fäden in der Hand hält.

Letzte Woche deutete eine umfassende Untersuchung der New York Times auf den britischen Verschlüsselungsexperten Adam Back als möglichen Schöpfer hin. Doch er bestritt dies entschieden, nicht zum ersten Mal.

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