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Heute Abend wird es Realität: Die lang gefürchteten Importzölle treten in Kraft. Am Mittwochnachmittag US-amerikanischer Zeit kündigt Präsident Donald Trump eine neue Runde von Einfuhrzöllen an, die sofort wirksam werden. Er tut dies an dem von ihm sogenannten „Liberation Day“ – ein symbolischer Tag, der laut Trump für die Rückgewinnung wirtschaftlicher Kontrolle steht.
Trumps Pläne sind nach wie vor vage, und in der Praxis wird sich zeigen, wie sie genau umgesetzt werden. Der Präsident spricht unter anderem von gegenseitigen Zöllen: Länder, die hohe Einfuhrzölle auf US-Produkte erheben, sollen mit vergleichbaren Abgaben auf ihre Exporte in die USA rechnen. Laut Trump gehören Länder wie Brasilien, Südkorea, Indien und die Europäische Union (EU) zu den Hauptzielen dieses neuen Kurses.
Für die Niederlande scheinen die Auswirkungen vorerst überschaubar zu bleiben. Für viele niederländische Unternehmen macht der US-Markt nur einen relativ kleinen Teil des Gesamtumsatzes aus. Dadurch ist die Belastung durch die Zölle begrenzt. Firmen wie ASML (Chipherstellungsmaschinen) und Tata Steel liefern spezialisierte Produkte, für die es in den USA kaum Alternativen gibt. Sie können die zusätzlichen Kosten daher oft an amerikanische Kunden weitergeben.
Schon die Ankündigung der Zölle sorgte Ende Februar für einen heftigen Rückschlag am Kryptomarkt. Die Zölle verursachen viel Unsicherheit – und genau darauf reagieren Finanzmärkte besonders empfindlich. Während der Bitcoin-(BTC)-Kurs im Januar noch ein neues Allzeithoch (ATH) von fast 109.000 $ erreichte, fiel er bis Ende Februar auf unter 79.000 $. Jetzt, da die Zölle tatsächlich in Kraft treten, halten viele Anleger den Atem an.
Es gibt jedoch einen Hoffnungsschimmer: Es ist gut möglich, dass der Kursrückgang bereits eingepreist ist. Finanzmärkte verarbeiten neue Informationen oft blitzschnell – wie wir bereits im Februar gesehen haben. Mit anderen Worten: Die erwarteten Auswirkungen der Zölle dürften bereits im aktuellen Kurs enthalten sein. Das könnte bedeuten, dass der Tiefpunkt bereits erreicht ist – vorausgesetzt, Trump überrascht nicht mit weiteren, unerwarteten Maßnahmen.
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