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Hat Venezuela im Geheimen eine digitale Schatztruhe angelegt? Seit der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro kursieren Gerüchte über einen versteckten Bitcoin (BTC)-Vorrat. Es handelt sich angeblich um ein gigantisches Vermögen, das möglicherweise bald in die Hände der Vereinigten Staaten gelangt.
Laut einer Theorie des Investigativjournalisten Bradley Hope besitzt Venezuela heimlich bis zu 600.000 Bitcoin, mit einem geschätzten Wert von fast 60 Milliarden Dollar. Die venezolanische Regierung soll in den letzten Jahren systematisch Gold verkauft und die Erlöse in Krypto umgewandelt haben.
Diese Berechnung basiert darauf, dass Venezuela seit 2018 schätzungsweise 73 Tonnen Gold verkauft hat, was 40 Prozent der gesamten Reserven entspricht. Doch die 600.000 BTC sind keine Tatsache. Es gibt keinerlei On-Chain-Beweise, die die Theorie stützen.
Analyst N.K. erklärt, dass es Geheimdienstquellen gibt, die darauf hindeuten, dass das Geld damals in Bitcoin umgewandelt wurde, um US-Sanktionen zu umgehen.
Aufgrund des niedrigen BTC-Kurses im Jahr 2018, zwischen 3.000 und 10.000 Dollar, hätte diese Umwandlung bereits etwa 400.000 BTC eingebracht. Später sollen durch Ölverkäufe, die in USDT abgewickelt und dann in Bitcoin umgewandelt wurden, weitere 200.000 BTC hinzugekommen sein.
Fest steht: Unter Maduro war Venezuela früh bei Krypto-Experimenten dabei. 2018 führte das Land sogar eine nationale digitale Währung, den Petro, ein, der inzwischen eingestellt wurde. Auch nutzte das Regime Krypto für Ölhandel und grenzüberschreitende Zahlungen außerhalb des traditionellen Bankensystems.
In der Bevölkerung sind digitale Währungen ebenfalls verbreitet, allerdings aus weniger erfreulichen Gründen. Aufgrund von jahrelangem Missmanagement unter Maduro leidet Venezuela unter Hyperinflation. Viele Venezolaner haben deshalb in den letzten Jahren auf Alternativen wie Bitcoin und andere Kryptowährungen zurückgegriffen, um ihre Kaufkraft zu schützen.
Am 3. Januar 2026 führten die Vereinigten Staaten einen Überraschungsangriff auf Venezuela aus. Innerhalb von 30 Minuten drangen amerikanische Truppen in den Luftraum des Landes ein und nahmen Präsident Nicolás Maduro und seine Frau Cilia Flores fest.
Sie wurden in die USA gebracht, wo sie nun wegen großangelegten Drogenhandels und Korruption angeklagt werden. Die Aktion löste weltweit politische Empörung aus: Länder wie China, Russland und Brasilien verurteilten den Angriff scharf als Verletzung des Völkerrechts.
Die USA haben angekündigt, das Land vorläufig zu verwalten, bis eine neue Führung etabliert ist. Dennoch gibt es Befürchtungen, dass Amerika sich Zugang zu Venezuelas Reichtümern verschafft, darunter die größten bekannten Ölvorkommen der Welt und beträchtliche Goldreserven.
Es kursieren zudem Gerüchte, dass Donald Trump diesen angeblichen venezolanischen BTC-Bestand konfiszieren möchte. In einer Sendung auf CNBC wurde sogar angedeutet, dass die USA die Coins für sich beanspruchen sollten.
Es handelt sich also um eine außergewöhnlich große Menge an Bitcoin, die Venezuela möglicherweise besitzt. Zum Vergleich: Derzeit sind die Vereinigten Staaten der größte bekannte staatliche Bitcoin-Besitzer.
Laut Daten von BitcoinTreasuries besitzt die USA insgesamt 328.372 BTC. China folgt mit schätzungsweise 190.000 BTC auf dem zweiten Platz.
Wenn die USA die Coins tatsächlich beschlagnahmen, würde sich der amerikanische Bitcoin-Bestand nahezu verdreifachen. Der Gesamtwert würde dann auf 87,8 Milliarden Dollar ansteigen.
Letztes Jahr unterzeichnete Trump ein Präsidialdekret zur Einrichtung einer strategischen nationalen Bitcoin-Reserve. Seitdem werden alle beschlagnahmten Bitcoins langfristig in der Staatskasse aufbewahrt.
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