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Der weltweite Kryptomarkt wurde im Juli erneut stark von Cyberangriffen getroffen. Kriminelle konnten durch 17 separate Hacks mindestens 142 Millionen Dollar erbeuten, berichtet das Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield. Der Betrag liegt 27% höher als die 111 Millionen Dollar, die im Juni gestohlen wurden, ist jedoch immer noch 46% niedriger als im Juli 2024, als Hacker 266 Millionen Dollar erbeuteten.
Der größte Hack des letzten Jahres betraf die indische Börse WazirX, wo 230 Millionen Dollar gestohlen wurden. Trotz des Rückgangs im Vergleich zu 2024 bleibt die zunehmende Anzahl von Angriffen eine große Sorge für den Kryptosektor.
Der größte Verlust im Juli wurde von der indischen Kryptobörse CoindCX erlitten. Am 18. Juli kam es zu einem „fortgeschrittenen Serverbruch“, bei dem Hacker 44 Millionen Dollar erbeuteten. CEO Sumit Gupta sprach von einem zielgerichteten und professionellen Angriff. Kurz nach dem Vorfall wurde ein Mitarbeiter des Unternehmens wegen möglicher Beteiligung festgenommen.
Der Hack unterstreicht, dass Kryptobörsen trotz intensiver Sicherheitsmaßnahmen anfällig für Angriffe von innen und außen bleiben.
Neben CoindCX wurden auch andere große Plattformen getroffen. Die dezentralisierte Börse GMX verlor am 11. Juli etwa 40 Millionen Dollar. Hacker konnten das erbeutete Geld innerhalb weniger Tage ausnutzen. Am 16. Juli wurde die Kryptobörse BigOne von einem Angriff auf ihre Hot-Wallet-Infrastruktur getroffen, wobei mindestens 27 Millionen Dollar gestohlen wurden.
Einige Tage später, am 24. Juli, wurde die Handelsplattform Woo X Opfer eines Phishing-Angriffs. Dabei wurden 14 Millionen Dollar erbeutet. Laut Sicherheitsforscher Rob Behnke verwendeten die Angreifer soziale Ingenieurskunst, um ein Teammitglied zu täuschen und Zugang zu internen Systemen zu erhalten.
Aus dem Bericht von Halborn geht hervor, dass Cyberkriminelle ihre Strategien anpassen. Statt Schwachstellen in Smart Contracts auszunutzen, konzentrieren sich Hacker zunehmend auf Offchain-Systeme und Backend-Infrastrukturen.
„Statt Fehler in Smart Contracts zu suchen, suchen Angreifer jetzt nach Schwachstellen in Backend-Prozessen“, so Behnke. „Projekte müssen ihre Sicherheit daraufhin mit starken Kontrollen und klaren Prozessen anpassen.“
Die gestohlenen Kryptofonds waren über verschiedene Blockchains verteilt, einschließlich Bitcoin, Ethereum, BNB und Arbitrum. In einigen Fällen wurden betroffene Nutzer über die Reserven der Unternehmen entschädigt.
Die Reihe von Hacks zeigt, dass Cyberkriminelle immer raffinierter vorgehen. Experten warnen, dass Kryptoplattformen ihre Sicherheit weiter verbessern müssen, um Nutzer vor der wachsenden Bedrohung durch digitale Angriffe zu schützen.
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