Das Ethereum Name Service-Gateway eth.limo wurde am Freitag Opfer einer Domain-Hijacking-Attacke. Ein Hacker gab sich bei dem Domain-Anbieter EasyDNS als Mitarbeiter von eth.limo aus und verschaffte sich über den Account-Wiederherstellungsprozess Zugang zu den Domain-Einstellungen. Der Datenverkehr der Website wurde vorübergehend umgeleitet, wodurch Besucher dem Risiko von Phishing und Malware ausgesetzt waren.
Zwei Millionen .eth-Websites gefährdet
Eth.limo ist kein unbedeutendes Projekt. Das Gateway bietet Zugang zu etwa zwei Millionen Websites mit einer .eth-Domain und spielt damit eine wichtige Rolle im Ethereum (ETH)-Ökosystem. Durch die Übernahme konnten Besucher potenziell auf gefälschte Websites geleitet werden.
Ethereum-Mitbegründer Vitalik Buterin warnte die Nutzer während des Vorfalls, vorsichtig zu sein und bestimmte Websites vorübergehend zu meiden. Eth.limo teilte mit, dass der Vorfall schnell bemerkt wurde und sofort Maßnahmen ergriffen wurden.
Sicherheitstechnologie verhindert Schlimmeres
Der Schaden blieb dank DNSSEC begrenzt, einer Sicherheitstechnologie, die überprüft, ob Website-Daten authentisch sind. Der Angreifer verfügte nicht über die richtigen digitalen Signaturen, sodass gefälschte Daten nicht verifiziert werden konnten. Viele Internetdienste blockierten die böswilligen Änderungen automatisch. Besucher erhielten Fehlermeldungen anstelle von gefälschten Websites.
Laut EasyDNS-CEO Mark Jeftovic spielte DNSSEC eine entscheidende Rolle. Eth.limo gibt an, dass bisher keine Hinweise darauf vorliegen, dass Nutzer tatsächlich beeinträchtigt wurden.
Erster Vorfall in 28 Jahren
EasyDNS hat öffentlich die Verantwortung übernommen. Der CEO bezeichnet es als den ersten erfolgreichen Social-Engineering-Angriff auf einen Kunden in der 28-jährigen Firmengeschichte. Es wird untersucht, wie genau der Angriff abgelaufen ist.
Eth.limo migriert derzeit zu Domainsure, einem Dienst, bei dem eine Account-Wiederherstellung nicht möglich ist. Das schließt diese Art von Angriffen in Zukunft aus.
Trend zu Domain-Übernahmen im Krypto-Sektor
Der Angriff fügt sich in ein Muster ein. Bereits Anfang der Woche verlor CoW Swap zeitweise die Kontrolle über seine Website. Ende März erlitt Steakhouse Financial dasselbe Schicksal. Hacker zielen zunehmend auf menschliche Fehler und Prozesse ab, anstatt auf technische Schwachstellen.
Für Nutzer ist die Botschaft klar: Selbst vertrauenswürdige Websites können zeitweise übernommen werden. Bei ungewöhnlichem Verhalten, unbekannten Pop-ups oder verdächtigen Wallet-Anfragen ist es ratsam, sofort aufzuhören und über eine andere Quelle zu überprüfen, ob die Website noch sicher ist.
Anthropic warnt: Hacker setzen zunehmend KI für Cyberangriffe ein
Cyberkriminelle nutzen immer öfter künstliche Intelligenz für Cyberangriffe. Dies geht aus einer neuen Studie des KI-Unternehmens Anthropic hervor.
DeFi-Plattform Radiant Capital stellt nach verheerendem Nordkorea-Hack ein
Die Kryptokreditplattform Radiant Capital hat angekündigt, die Weiterentwicklung ihres Protokolls einzustellen.
Microsoft entdeckt Malware, die es auf Krypto-Wallets abgesehen hat
Microsoft hat eine neue Cyberbedrohung identifiziert, die speziell auf Kryptoinvestoren und Softwareentwickler abzielt.
Meist gelesen
Krypto-Analyst erklärt, warum 1.000 XRP seiner Meinung nach lebensverändernd sein können
Krypto-Analyst Steph Is Crypto entwirft drei Szenarien für XRP. 1.000 XRP könnten bis zu 24.000 Dollar erreichen.
Drei XRP-Signale deuten auf potenziellen Kursanstieg hin
XRP zeigt laut Analysten mehrere bullishe Signale, während On-Chain-Daten und Charts auf einen möglichen Kursanstieg hindeuten.
Steigt der XRP-Kurs dieses Jahr auf 8 Dollar? Claude nennt 3 mögliche Szenarien
Claude, eines der führenden Sprachmodelle derzeit, sieht die Möglichkeit, dass XRP im Jahr 2026 ein neues Allzeithoch erreicht.
