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Ein US-amerikanischer Richter hat Ramil Ventura Palafox, Gründer der Kryptoplattform Praetorian Group International (PGI), zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Palafox betrog Zehntausende Investoren mit einem angeblich lukrativen Bitcoin-Programm. Tatsächlich handelte es sich um ein klassisches Schneeballsystem.
Palafox versprach Investoren weltweit tägliche Renditen von bis zu drei Prozent. Er behauptete, PGI nutze eine fortschrittliche Handelsplattform, die von künstlicher Intelligenz betrieben werde. In Wirklichkeit war das Unternehmen kaum auf dem Markt aktiv.
Trotzdem stiegen zwischen Dezember 2019 und Oktober 2021 viele ein. Mehr als 201 Millionen Dollar wurden investiert, ein Großteil davon in Bitcoin (BTC). Allein 8.198 BTC wurden eingesetzt — damals über 171 Millionen Dollar wert.
PGI erweckte Vertrauen mit einem Online-Dashboard, auf dem die Guthaben der Nutzer stetig zu steigen schienen. Laut Justiz handelte es sich jedoch um fiktive Zahlen.
Zugleich arbeitete die Plattform mit einem Multi-Level-Marketing-Modell. Bestehende Mitglieder erhielten Prämien für die Anwerbung neuer Investoren, was die Pyramidenstruktur weiter befeuerte. Letztlich erlitten die Opfer zusammen einen Verlust von mindestens 62,7 Millionen Dollar.
Laut Gericht verwendete Palafox Millionen Dollar aus Investorengeldern für persönliche Ausgaben. Er kaufte mehrere Luxusautos, Immobilien in Las Vegas und Los Angeles sowie teure Penthäuser. Zudem überwies er 100 Bitcoin an ein Familienmitglied.
Das US-Justizministerium erklärt, dass der Betrug erst durch Untersuchungen von Aufsichtsbehörden aufgedeckt wurde. 2021 wurde die Website von PGI offline genommen und die Geschäftstätigkeiten in Großbritannien gestoppt.
Die US-Börsenaufsicht SEC reichte im April 2025 eine Zivilklage gegen Palafox ein. Kurz darauf folgten strafrechtliche Anklagen. Nun wurde er zu zwanzig Jahren Haft verurteilt.
Opfer des Betrugs können laut Justizministerium möglicherweise Anspruch auf Schadenersatz erheben. Informationen dazu sind auf der Website der US-Staatsanwaltschaft verfügbar.
Der Fall unterstreicht, wie rigoros Aufsichtsbehörden mittlerweile gegen Kryptobetrug vorgehen. Und zeigt, wie riskant Versprechen garantierter Gewinne im Kryptosektor sein können.
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