Die weltweite Adoption von Bitcoin (BTC) durch börsennotierte Unternehmen erreicht einen historischen Höhepunkt. Laut Daten von Bitcoin Treasuries besitzen diese Unternehmen nun gemeinsam mehr als 1 Million BTC. Dennoch scheint dieser Meilenstein erst der Beginn einer breiteren Bewegung hin zur institutionellen Krypto-Akzeptanz zu sein.
Bitcoin Kurs steigt durch institutionelle Nachfrage
Die Grenze von 1 Million Bitcoin in Unternehmensbilanzen wurde diese Woche durchbrochen. Das entspricht mehr als fünf Prozent des aktuellen zirkulierenden Angebots von 19,9 Millionen BTC. Es ist ein Zeichen für das zunehmende Interesse aus der institutionellen Welt.
Laut Krypto-Investor HODL15Capital gibt es weltweit schätzungsweise 54.000 börsennotierte Unternehmen, von denen nur 167 BTC in der Bilanz haben. Die Adoption befindet sich also noch immer in einem frühen Stadium.
Wie alles begann
Es war Ende 2020, als der erste Dominostein fiel. Das Unternehmen Strategy – damals noch bekannt als MicroStrategy – entschied als erstes großes börsennotiertes Unternehmen, Bitcoin (BTC) in die Bilanz aufzunehmen. Unter der Leitung von Michael Saylor wuchs es zu einem Symbol der geschäftlichen Adoption von Krypto.
Der gewagte Schritt blieb nicht unbemerkt. Bald folgten andere große Namen. So kaufte auch das Zahlungsunternehmen Block, von Twitter-Gründer Jack Dorsey, eine erhebliche Menge BTC. Nicht viel später stieg auch Tesla ein.
Dennoch flaute die Begeisterung nach dem Bärenmarkt wieder ab. Der Bitcoin-Kurs fiel weit unter den durchschnittlichen Kaufpreis, wodurch Unternehmen wie Strategy erhebliche Verluste auf Papier hinnehmen mussten. Aber das Blatt wendete sich. Ab 2024 kehrte das institutionelle Interesse mit voller Kraft zurück.
Neue Spieler tauchten auf. Das japanische Metaplanet schaffte es in etwas mehr als einem Jahr, bereits 20.000 BTC zu sammeln. Und sogar die Söhne von Donald Trump mischten sich in den Kampf: Sie nahmen einen Anteil von zwanzig Prozent am börsennotierten American Bitcoin, das sowohl auf Käufe als auch auf eigene Miningaktivitäten setzt.
Der Unterschied zu Anfang 2024 ist enorm. Damals besaßen Unternehmen weltweit noch keine 280.000 BTC, wie aus Zahlen des Vermögensverwalters Bitwise hervorgeht. Inzwischen hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht auf über 1 Million.
Strategy bleibt der unangefochtene Führer. Mit 636.505 Bitcoin in der Bilanz lässt das Unternehmen die Konkurrenz weit hinter sich. Nummer zwei ist der Miner Mara Holdings, der über 50.000 BTC besitzt.
Niederländische Unternehmen mischen sich in den Bitcoin-Wettlauf
Und auch in den Niederlanden haben Unternehmen das Bitcoin-Virus gepackt. So übernahm das niederländische Unternehmen Treasury B.V. kürzlich die größte europäische Bitcoin-Konferenz Bitcoin Amsterdam. Das Unternehmen plant durch einen umgekehrten Börsengang an der Euronext Amsterdam zu notieren und zielt darauf ab, als größtes BTC-Reserveunternehmen Europas zu gelten.
Mit über 1.000 BTC in der Bilanz gehört Treasury bereits jetzt zu den Top-50 öffentlichen Bitcoin-Unternehmen weltweit. Die deutsche Bitcoin Group SE bleibt vorerst Spitzenreiter in Europa mit 3.605 BTC.
Darüber hinaus hat Amdax ambitionierte Pläne. Über das Tochterunternehmen AMBTS B.V. will es 210.000 BTC sammeln, was einem Prozent der Weltvorräte entspricht. Sollte das gelingen, würde Amdax nach Strategy zum größten öffentlichen Bitcoin-Inhaber weltweit werden.
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