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Die ältesten Bitcoin-Bestände (BTC) bleiben offenbar wieder häufiger unangetastet. Neue On-Chain-Daten zeigen, dass Coins, die über Jahre nicht bewegt wurden, seltener in Umlauf kommen. Forschern zufolge könnte das darauf hindeuten, dass eine wichtige Quelle des Verkaufsdrucks allmählich versiegt.
Aus Daten von Galaxy geht hervor, dass Langfristanleger nach einer Phase deutlicher Gewinnmitnahmen ihr Verkaufstempo gedrosselt haben. Das könnte den Druck auf den Markt verringern. Ob sich dieser Trend fortsetzt, müssen jedoch erst die kommenden Daten zeigen.
Im zweiten Quartal dieses Jahres fiel die Aktivität lange nicht bewegter Bitcoin auf den niedrigsten Stand seit dem dritten Quartal 2022. Das zeigen Daten, die Alex Thorn, Forschungschef bei Galaxy, veröffentlicht hat.
Dabei geht es um Bitcoin-Bestände, die über Monate oder sogar Jahre nicht bewegt wurden und anschließend wieder in Umlauf kommen. Für Analysten sind solche Bewegungen ein wichtiger Indikator für das Verhalten von Langfristanlegern.
Thorn zufolge gingen die starken Ausschläge dieser Kennzahlen in den vergangenen Jahren auf Gewinnmitnahmen der ersten Generation von Bitcoin-Besitzern zurück, häufig als OGs bezeichnet. Er zieht einen Vergleich zur Hausse von 2017, als viele frühe Anleger einen Teil ihrer Bitcoin verkauften.
„Die früheren Spitzen waren auf Gewinnmitnahmen der OGs zurückzuführen“, schrieb Thorn. Der jüngste Rückgang deute aus seiner Sicht darauf hin, dass diese Gruppe inzwischen deutlich weniger aktiv verkauft als 2024 und 2025.
Auch die Kennzahl Coin Days Destroyed ging zurück. Sie misst, wie viele ältere Bitcoin-Bestände wieder bewegt werden. Coins, die länger unangetastet geblieben sind, fallen dabei stärker ins Gewicht als zuletzt bewegte Bitcoin. Ein Rückgang dieser Kennzahl deutet darauf hin, dass Langfristanleger ihre ältesten Bitcoin seltener bewegen und damit auch seltener verkaufen.
Diese Entwicklung wird von vielen Marktbeobachtern aufmerksam verfolgt. In der Vergangenheit fielen Phasen mit hoher Aktivität alter Bitcoin-Bestände häufig mit umfangreichen Gewinnmitnahmen und erhöhtem Verkaufsdruck zusammen.
Bleibt diese Aktivität dagegen niedrig, kann das darauf hindeuten, dass Langfristanleger ihre Bitcoin weiter halten. Dadurch gelangt weniger Angebot an den Markt, was auf längere Sicht positiv für den Bitcoin-Kurs sein kann.
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