In den vergangenen Wochen ist der Bitcoin (BTC)-Kurs stark gestiegen, während die größten Marktteilnehmer kräftig zugegriffen haben. Seit 2013 haben die sogenannten „Whales“ nicht mehr so eifrig zugegriffen, und das gibt Anlass zur Hoffnung, denn wieso haben sie plötzlich ihr Vertrauen in Bitcoin wiedererlangt?
270.000 BTC aus dem Markt genommen
Bitcoin-Wale, also Adressen mit mehr als 1.000 BTC, haben in den letzten 30 Tagen rund 270.000 BTC zu ihren Beständen hinzugefügt. Dies entspricht einem Wert von über 17 Milliarden Euro und repräsentiert die umfangreichste Einkaufsoffensive für einen einzelnen Monat seit 2013. Das geht aus On-Chain-Daten des Analyseunternehmens CryptoQuant hervor, die am 16. April von Bitfinex publik gemacht wurden.
Ein erheblicher Anteil dieser 270.000 Bitcoins geht auf das Wallet eines einzigen Unternehmens. Strategy, der größte börsennotierte Bitcoin-Inhaber, hat in den vergangenen vier Wochen mehr als 42.000 BTC für etwa 3,66 Milliarden Dollar gekauft.
Der Bitcoin-Kurs liegt fast auf dem gleichen Niveau wie vor einem Monat, aber es ist alles andere als ruhig geblieben. Zwischen dem 17. und 29. März fiel der Kurs um fast 15 Prozent, nur um danach wieder um 17 Prozent zu steigen. Besonders der Konflikt zwischen Iran und den USA bereitet den Anlegern große Sorgen.
Die Kaufwelle hat zur Folge, dass weltweit immer weniger Bitcoins an Kryptobörsen verfügbar sind. Der gesamte Bestand ist auf das niedrigste Niveau seit Dezember 2017 gesunken, nämlich etwa 2,21 Millionen BTC.
Je weniger Coins an den Börsen zu finden sind, desto weniger Coins können auf Knopfdruck verkauft werden. Bitcoins werden stattdessen in eigene Wallets verschoben, meist mit der Intention, sie noch eine Weile zu halten.
Wale profitieren von den niedrigen Preisen
Der naheliegendste Grund für die Kaufwelle ist simpel: Sie kaufen in der Erwartung, später zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass die Wale einen neuen Bullenmarkt erwarten.
Der große Unterschied zu Privatanlegern ist, dass diese nach einem erheblichen Kursrückgang in der Regel in Panik geraten, während Wale gerade dann nüchtern und entschlossen zugreifen.
In den letzten Wochen entwickelte sich der Kurs wieder positiv. Auch in einem Bärenmarkt gibt es gelegentlich Erholungen, ähnlich wie Korrekturen in einem Bullenmarkt unvermeidlich sind.
Bitcoin steht aktuell einer hartnäckigen Widerstandszone gegenüber, wie Analyst Jelle auf der Social-Media-Plattform X zeigt. Erst wenn dieser durchbrochen wird, können wir von einer möglichen Trendwende sprechen.
Ob der Kurs weiter fällt oder nicht, steht losgelöst von der Tatsache, dass Bitcoin relativ „günstig“ geworden ist. Die Währung liegt 40 Prozent unter ihrem Rekordhoch. WWer glaubt, dass sich Bitcoin wieder erholen wird, könnte jetzt einen guten Einstiegszeitpunkt gefunden haben.
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