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Das Interesse an Bitcoin (BTC) unter europäischen Institutionen nimmt weiter zu. Amundi, mit einem verwalteten Vermögen von über 2,3 Billionen Euro, kündigt die Einführung eines neuen Bitcoin-Anlageprodukts an. Damit macht Europas größter Vermögensverwalter einen wichtigen Schritt hin zur Mainstream-Akzeptanz digitaler Assets.
Laut französischen Medien bereitet Amundi die Einführung einer Bitcoin Exchange-Traded Note (ETN) vor. Das Produkt soll institutionellen Anlegern einen regulierten Zugang zu Bitcoin verschaffen.
Eine ETN (Exchange-Traded Note) ist ein börsengehandeltes Anlageprodukt, das den Preis eines zugrunde liegenden Werts wie Bitcoin nachbildet. Anders als ein ETF hält eine ETN das Asset nicht direkt, sondern gibt ein Schuldpapier aus, das den Wert der Kryptowährung widerspiegelt. Anleger erhalten so einen regulierten Zugang zu Bitcoin, ohne die Coins selbst verwahren zu müssen.
Bislang konzentrierte sich Amundi vor allem auf traditionelle Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Staatsfonds. Der Schritt in Richtung Krypto markiert daher eine wichtige Kursänderung. Mit der Bitcoin-ETN will das Unternehmen der wachsenden Nachfrage nach digitalen Assets als Inflationsschutz und zur Diversifizierung von Portfolios gerecht werden.
Ein Vertreter von Amundi erklärte, das Interesse an Bitcoin wachse unter institutionellen Akteuren in Europa eindeutig. Das Unternehmen sieht die digitale Währung zunehmend als Wertspeicher in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit.
Amundis Schritt folgt einem breiteren Trend in Europa, wo immer mehr große Finanzinstitute Krypto in ihr Angebot integrieren. Laut dem französischen Portal The Big Whale beobachten auch andere Vermögensverwalter eine wachsende Nachfrage nach regulierten Anlageprodukten mit direktem Zugang zu Bitcoin.
Vor allem institutionelle Anleger, wie Pensionskassen und Staatsfonds, suchen sichere Wege, innerhalb des bestehenden Regelwerks mit Krypto zu arbeiten. Indem Amundi Bitcoin über eine regulierte ETN anbietet, erleichtert das Haus diesen Akteuren, ihr Engagement in digitalen Assets auszuweiten.
Analysten werten den Schritt als neuen Meilenstein für die Bitcoin-Adoption im europäischen Finanzsektor. „Dass ein Akteur wie Amundi in diesen Markt einsteigt, zeigt, dass Krypto längst keine Nische mehr ist“, sagte ein anonymer Fondsmanager gegenüber Les Échos.
Amundi betont, Bitcoin könne nach Überzeugung des Unternehmens als Schutz vor Inflation dienen. Die Kryptowährung ist auf 21 Millionen Einheiten begrenzt und unabhängig von Zentralbanken. Das ist ein wichtiges Argument in Zeiten steigender Preise.
Das Unternehmen stellt fest, dass immer mehr Anleger Alternativen zu klassischen Währungen und Staatsanleihen suchen, die durch die hohe Schuldenlast und die Zinserhöhungen der vergangenen Jahre unter Druck stehen.
Die Einführung des Bitcoin-Produkts ist nach Ansicht von Analysten erst der Anfang. Es wird erwartet, dass weitere europäische Fondshäuser folgen, da die Regulierung rund um Krypto-Assets (MiCA) in der EU zunehmend klarer wird.
Mit Amundis Entscheidung tritt die institutionelle Bitcoin-Adoption in Europa offenbar in eine neue Phase.
Das Unternehmen reiht sich damit in große Namen wie BlackRock und Fidelity ein, die in den Vereinigten Staaten bereits Bitcoin-ETFs aufgelegt haben.
„Diese Entwicklung ist wichtig, weil sie eine Brücke zwischen traditionellen und digitalen Märkten schlägt“, so die französische Research-Gruppe The Big Whale. „Anleger wollen klar regulierten und sicheren Zugang zu Bitcoin, und Amundi liefert genau das.“
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