Die US-Notenbank (Federal Reserve) hat soeben bekannt gegeben, dass der Zinssatz unverändert bleibt. Dies wurde bereits erwartet, und seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten war es erst recht unausweichlich.
Für Investoren bleibt es ein Dämpfer, auch wenn Bitcoin (BTC) versucht, einen Teil des heutigen Schadens wieder gutzumachen.
Zweite Zinspause in Folge
Nach einer zweitägigen Sitzung hat das Federal Open Market Committee (FOMC), das politische Gremium der Fed, um 19:00 Uhr bekannt gegeben, dass der Zinssatz unverändert zwischen 3,50 und 3,75 Prozent bleibt.
Wie bereits nach der letzten Zinsentscheidung erwarten die FOMC-Mitglieder nur eine Zinssenkung im Jahr 2026 und eine weitere 2027. Investoren hingegen wünschen sich eine rasche Zinssenkung, da dies zu einem erhöhten Kapitalzufluss in den Markt führen würde.
Auch bei der letzten Zinsentscheidung im Januar entschieden sich die Entscheidungsträger dafür, abzuwarten. Damals gab es auf dem Arbeitsmarkt keinen klaren Grund für zusätzliche Unterstützung.
Obwohl der Arbeitsmarktbericht im Februar schlechter ausfiel als erwartet, ist nun die Inflation das Hauptanliegen. Dies hängt damit zusammen, dass der Iran die Straße von Hormus blockiert hat und die Ölpreise in die Höhe geschossen sind. Die Fed beschreibt die Folgen der Entwicklungen im Nahen Osten als „unsicher“.
Die Straße von Hormus ist eine enge Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die etwa 20 Prozent des weltweiten Ölverbrauchs fließen. Sollte der Konflikt andauern, könnte er schnell zu einer globalen Krise eskalieren. Inflation steigt weltweit → Wirtschaftswachstum bremst → Zentralbanken geraten unter Druck.
US-Präsident Donald Trump behauptet derweil lautstark, dass er in wenigen Wochen mit den Angriffen auf den Iran fertig sein wird. Seiner Meinung nach werden die Ölpreise dann „wie ein Stein“ fallen, was der Zentralbank Spielraum für Zinssenkungen geben würde.
Experten zufolge könnte es jedoch noch eine Weile dauern, bis die Preise wieder das Niveau von vor dem Konflikt erreichen.
Bitcoin-Kurs erholt sich leicht
Vor der Zinsentscheidung hatte Bitcoin bereits einen erheblichen Rückgang verzeichnet. Genauer gesagt fiel der Kurs von 74.500 Dollar (mitten in der Nacht) auf ein Tief von 70.900 Dollar. Ein herber Verlust von fast 5 Prozent.
Unmittelbar vor der Zinsentscheidung machte der Bitcoin-Kurs jedoch einen Sprung. Er stieg von 71.600 Dollar auf fast 72.000. Zum Zeitpunkt des Schreibens steht er bei 81.879 Dollar.
Tim Draper weist Verkauf von 1.000 Bitcoin zurück: „Meine BTC habe ich nicht angerührt“
Der Milliardär Tim Draper bestreitet, Bitcoin verschoben zu haben, nachdem Analysten eine Wallet mit 1.000 BTC ihm zugeordnet hatten.
Irland beschlagnahmt erneut 500 Bitcoin im Wert von 27 Millionen Euro
Das irische Criminal Assets Bureau (CAB), die Behörde zur Abschöpfung krimineller Vermögen, hat erneut 500 Bitcoin beschlagnahmt.
Erst Gegner, dann Profiteure: Vier prominente Krypto-Kehrtwenden
Von Larry Fink bis Donald Trump: Vier bekannte Bitcoin-Kritiker vollzogen eine bemerkenswerte Kehrtwende hin zu Krypto und Blockchain.
Meistgelesen
XRP verschwindet in großem Stil von Binance: Was bedeutet das für den Kurs?
Viele XRP-Halter ziehen ihre Coins von der Kryptobörse Binance in eigene Wallets ab. Kann das dem Kurs neuen Schwung geben?
AI-Prognose: Wie wahrscheinlich ist es, dass XRP bis 2030 auf 20 Dollar steigt?
Das KI-Modell ChatGPT schätzt die Wahrscheinlichkeit für einen XRP-Kurs von 20 Dollar im Jahr 2030 als gering ein. Die mittlere Prognose liegt deutlich niedriger.
Warum der November 2026 für Ripple und XRP bedeutend sein könnte
Eine neue SWIFT-Aktualisierung im November 2026 und ein Konzept eines ehemaligen SWIFT-Veteranen nähren die Spekulationen über eine Rolle von XRP.
