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Bitcoin-Händler nehmen den jüngsten Kursrückgang offenbar ernst. Das zeigt die BVIV-Index, der wichtigste Volatilitätsindikator für Bitcoin. Am Dienstag stieg er um fast 20 Prozent auf 46,45 Prozent an – der größte Anstieg an einem Tag seit dem 5. Februar, wie Daten von TradingView belegen.
Der BVIV-Index misst, wie viel Bewegung Händler im Bitcoin-Kurs in den nächsten 30 Tagen erwarten. In den vergangenen zwei Monaten blieb diese Erwartung auffallend gering.
Selbst als Bitcoin (BTC) in der vergangenen Woche von rund 82.000 Dollar auf 75.000 Dollar fiel, verharrte der BVIV bei etwa 40 Prozent. Dies war eines der niedrigsten Niveaus der letzten Monate und deutete darauf hin, dass der Rückgang relativ kontrolliert verlief, ohne bemerkenswerte Panik unter den Anlegern.
Am Dienstag änderte sich dieses Bild abrupt. Nachdem der Bitcoin-Kurs um mehr als 6 Prozent auf 66.000 Dollar gefallen war, schoss auch der BVIV-Index um 20 Prozent in die Höhe. Das weist darauf hin, dass sich die Händler plötzlich wesentlich mehr Sorgen über weitere Kursschwankungen machen.
Der BVIV wird oft als Angstbarometer von Bitcoin gesehen. Steigt der Index, bedeutet dies in der Regel, dass Händler mehr Optionen kaufen, um sich gegen weitere Kursrückgänge abzusichern.
Der Anstieg von fast 20 Prozent zeigt, dass die Nachfrage nach Absicherung in kurzer Zeit stark zugenommen hat.
Dennoch ist die aktuelle Bewegung im Vergleich zu früheren Panikmomenten noch relativ bescheiden. Am 5. Februar stieg der BVIV beispielsweise um mehr als 50 Prozent auf über 90 Prozent, während Bitcoin auf 60.000 Dollar abstürzte.
Für Händler ist vor allem die Veränderung im Sentiment wichtig. Nach Wochen der Ruhe nimmt die Nervosität auf dem Markt wieder deutlich zu.

Der BVIV wird häufig mit dem VIX, dem bekannten Angstindex von Wall Street, verglichen. Seit der Einführung der US-Spot-Bitcoin-ETFs haben immer mehr institutionelle Anleger den Weg in den Kryptomarkt gefunden.
Dadurch beginnt Bitcoin sich immer häufiger wie traditionelle Finanzmärkte zu verhalten. Der BVIV bewegt sich nämlich immer öfter entgegengesetzt zum Bitcoin-Kurs. Fällt BTC, steigt die Volatilitätserwartung. Steigt BTC, nimmt die Angst hingegen ab.
Dieses Muster ist seit Jahrzehnten beim S&P 500 und dem VIX sichtbar, war jedoch innerhalb des Kryptomarktes lange Zeit weniger offensichtlich vorhanden.
Der starke Anstieg am Dienstag deutet darauf hin, dass Anleger mit mehr Unruhe in den kommenden Wochen rechnen. Ob es sich um eine vorübergehende Schreckreaktion oder den Beginn einer längeren Phase erhöhter Volatilität handelt, wird die Marktentwicklung in den kommenden Tagen zeigen.
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