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KB Financial Group, die Muttergesellschaft der KB Kookmin Bank, hat erfolgreich einen Test abgeschlossen, bei dem Stablecoins für Offline-Zahlungen und internationale Überweisungen über die Kaia-Blockchain verwendet wurden. Der Test zeigt, dass südkoreanische Banken digitale Coins und Blockchain-Technologie zunehmend als Alternative zu traditionellen Zahlungssystemen betrachten.
Der Pilotversuch wurde in Zusammenarbeit mit der Blockchain-Plattform Kaia, dem Zahlungsdienstleister KG Inicis und dem Fintech-Unternehmen OpenAsset durchgeführt. Während des Tests wurde die vollständige Funktionsweise eines Stablecoins getestet, der an den südkoreanischen Won gekoppelt ist. Dazu gehörte unter anderem die Ausgabe der digitalen Münze, Zahlungen in Geschäften und grenzüberschreitende Transaktionen.
Eines der wichtigsten Elemente des Tests war eine internationale Zahlung nach Vietnam. Dabei wurde ein in südkoreanischen Won nominierter Stablecoin in einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin umgewandelt, bevor der Betrag auf ein vietnamesisches Bankkonto überwiesen wurde.
Laut Kaia dauerte die gesamte Transaktion weniger als drei Minuten. Auch sollen die Transaktionskosten rund 87 Prozent niedriger gewesen sein als bei einer vergleichbaren Zahlung über das SWIFT-Netzwerk. Dieses Netzwerk wird weltweit von Banken für internationale Zahlungen genutzt.
Das Ergebnis der Probe hebt laut den beteiligten Parteien hervor, dass Stablecoins eine schnellere und günstigere Alternative zu traditionellen internationalen Überweisungen bieten können.
In dem Test wurde auch untersucht, wie Verbraucher Stablecoins im Alltag nutzen können. In der Coffeeshop-Kette Hollys in Seoul konnten Kunden über einen QR-Code zahlen, ohne eine separate Krypto-Wallet installieren zu müssen.
Mit diesem Ansatz wollen die beteiligten Unternehmen Blockchain-Zahlungen für Personen zugänglicher machen, die wenig Erfahrung mit Kryptowährungen haben.
Immer mehr große Finanzinstitute in Südkorea experimentieren mit Stablecoins. Bereits Anfang dieses Jahres ging Shinhan Card, eine der größten Kreditkartengesellschaften des Landes, eine Partnerschaft mit der Solana Foundation ein, um Stablecoin-Zahlungen zu untersuchen.
Die KB Kookmin Bank ist derzeit die größte Bank Südkoreas. Laut Zahlen von Ende 2025 verwaltet die Bank ein Vermögen von umgerechnet etwa 266,7 Milliarden Dollar.
Trotz des erfolgreichen Tests warten Banken noch auf klare Regulierungsvorgaben für digitale Vermögenswerte und Stablecoins in Südkorea.
Regulierungsbehörden sind sich derzeit uneinig darüber, wer Stablecoins herausgeben darf. Die Zentralbank von Südkorea ist der Ansicht, dass Banken die Kontrolle über Stablecoin-Projekte behalten sollten, während die Financial Services Commission befürchtet, dass zu strenge Vorschriften die Innovation hemmen könnten.
Lokale Medien erwarten daher nicht, dass vor den Wahlen im Juni neue Schritte in Bezug auf die Gesetzgebung für Stablecoins unternommen werden.
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