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Das Interesse an Kryptowährungen wächst in Russland und beschränkt sich nicht länger nur auf die Bürger. Auch Sberbank, die größte Bank des Landes, untersucht nun aktiv, wie Krypto in ihre Dienstleistungen integriert werden kann.
Sberbank prüft derzeit die Möglichkeit, Kredite in Rubel zu vergeben, die durch Kryptowährungen besichert sind. Das berichtete das russische Staatsmedium TASS. In der Praxis bedeutet dies, dass man Rubel leihen kann, indem man Bitcoin (BTC) oder andere Kryptowährungen vorübergehend als Sicherheit hinterlegt.
Die Bank möchte dies in Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden entwickeln und arbeitet gleichzeitig aktiv an der Erweiterung ihrer Plattform für digitale Vermögenswerte. Dort wurden bereits mehr als 160 digitale Finanzaktiva ausgegeben, einschließlich der ersten Tokenisierungen von Immobilien und Öl.
Der russische Staat bleibt streng: Zahlungen sind nur mit Rubel erlaubt. Krypto ist lediglich als Investition zulässig. Dennoch arbeitet die Regierung an Regelungen für den regulierten Kryptohandel, die 2026 in Kraft treten sollen.
Obwohl Krypto-Sicherheiten in anderen Ländern, wie den USA, bereits bei dezentralen Finanzplattformen (DeFi) wie Aave verbreitet sind, ist es bemerkenswert, dass eine große Staatsbank dieses Modell nun untersucht. Vor allem in einem politischen System, in dem Krypto lange Zeit als Bedrohung angesehen wurde.
Diese Nachricht folgt auf jüngste Lockerungen im russischen Kryptorecht. Anfang des Monats erklärte die Zentralbank, dass Privatpersonen unter strengen Auflagen in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren dürfen.
Kleinanleger dürfen bis zu 300.000 Rubel pro Jahr über regulierte Plattformen investieren, sofern sie einen Wissenstest bestehen. Professionellen Anlegern wird mehr Spielraum gewährt, auch sie müssen jedoch ihre Kompetenz nachweisen.
Kryptowährungen bleiben als Zahlungsmittel verboten, und der Rubel bleibt die einzige gesetzliche Währung für Transaktionen innerhalb Russlands. Die Gesetzgebung soll 2026 eingeführt werden.
Die Zentralbank plant übrigens, klare Kryptoregeln vor dem 1. Juli 2026 zu erlassen. Ab Juli 2027 könnten Strafen für illegalen Handel folgen. Die Börsen in Moskau und Sankt Petersburg bereiten sich bereits darauf vor.
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