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Grayscale Investments verschiebt seinen lang erwarteten Börsengang. Damit reiht sich der weltweit größte Krypto-Vermögensverwalter in eine wachsende Liste von Kryptounternehmen ein, die ihre IPO-Pläne bis 2026 auf Eis legen.
Zuvor hatten auch Kraken, Consensys und Ledger entschieden, ihre Börsenpläne zu verschieben oder vollständig aufzugeben. Dies zeigt, dass die Begeisterung für Kryptounternehmen deutlich nachgelassen hat.
Grayscale reichte im Juli 2025 vertraulich sein S-1-Dokument ein und machte die Pläne im November öffentlich. Das Unternehmen strebte eine Notierung an der New York Stock Exchange unter dem Ticker GRAY an.
Die Zahlen wirkten auf den ersten Blick solide. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 erzielte Grayscale 318,7 Millionen Dollar Umsatz und 203,3 Millionen Dollar Nettogewinn. Das verwaltete Vermögen lag bei rund 35 Milliarden Dollar, vor allem dank Produkten wie GBTC und ETHE.
Dennoch kommt der Börsengang vorerst nicht zustande. Der Grund liegt in den weniger günstigen Marktbedingungen. Bitcoin (BTC) ist volatil, ETF-Abflüsse belasten die Stimmung und die Handelsvolumen stehen unter Druck.
Für ein Unternehmen wie Grayscale ist das entscheidend, da die Einnahmen stark von Verwaltungsgebühren und dem Interesse an Krypto-Produkten abhängen.
Kraken hat seine IPO-Vorbereitungen bereits Anfang dieses Jahres gestoppt. Die Kryptobörse hatte im November 2025 noch vertraulich Dokumente eingereicht, zielt nun aber eher auf Ende 2026 oder sogar 2027 ab.
Auch Consensys verschiebt seine Pläne zumindest auf den Herbst 2026. Der Hersteller von Hardware-Wallets, Ledger, hat seine Börsenpläne sogar komplett aufgegeben.
Damit wird deutlich, dass die Börsentore für Kryptounternehmen weniger weit offen stehen als gedacht. Nach erfolgreichen Notierungen wie der von Circle im Jahr 2025 schien die Branche bereit für eine neue IPO-Welle. Nun zeigt sich, dass die Investoren kritischer geworden sind.
Die Verzögerungen verdeutlichen vor allem, wie stark Kryptounternehmen noch immer von der Bitcoin-Kursentwicklung und dem allgemeinen Marktsentiment abhängig sind.
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Das betrifft vor allem Unternehmen mit hohen Gebühreneinnahmen aus bestehenden Produkten. Grayscale sieht sich zudem wachsender Konkurrenz durch günstigere ETFs ausgesetzt, was langfristig die Margen belasten könnte.
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