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Die größte Vermögensübertragung in der Geschichte steht bevor und könnte der Kryptomarkt erheblich zugutekommen. Babyboomer und die „stille Generation“ verfügen über ein Vermögen von 110 Billionen Dollar, das in den kommenden Jahrzehnten an jüngere Generationen übergehen wird, die bis zu dreimal häufiger in Krypto investieren.
Laut Grayscale könnte dies zu einer enormen neuen Nachfrage nach Kryptowährungen führen.
Die Babyboomer sind die reichste Generation in der US-amerikanischen Geschichte. Ende letzten Jahres hielten sie fast 90 Billionen Dollar an Vermögen, so die Daten der Federal Reserve. Zählt man die stille Generation hinzu, besitzen Amerikaner ab 60 Jahren zusammen etwa 110 Billionen Dollar.

Dieses Geld wird in den kommenden Jahrzehnten durch Erbschaften und Schenkungen an jüngere Generationen weitergegeben. Und genau hier wird es für Krypto interessant, denn diese jüngeren Generationen investieren ganz anders.
Der Krypto-Vermögensverwalter Grayscale hebt in einem neuen Bericht die potenziellen Auswirkungen hervor. Fließen nur 2 Prozent der 110 Billionen Dollar in Krypto, ergibt das eine neue Nachfrage von 2,2 Billionen Dollar. Der gesamte Kryptomarkt ist derzeit etwa 2,6 Billionen Dollar wert, sodass ein solcher Zufluss nahezu eine Verdopplung bedeuten würde.
Aus dem State of Crypto Report der Kryptobörse Coinbase, die im Dezember veröffentlicht wurde, geht hervor, dass 45 Prozent der Gen Z- und Millennial-Investoren Krypto besitzen. Bei Gen X und Babyboomern sind es lediglich 18 Prozent.
Eine Untersuchung des Pew Research zeigt ein noch unausgewogeneres Verhältnis: Kaum 8 Prozent der Amerikaner über 50 haben jemals mit Kryptowährungen gehandelt oder in diese investiert.
„Wir glauben, dass der bevorstehende generationsübergreifende Transfer von Vermögen strukturelle Auswirkungen auf Kryptowährungen haben kann. Wenn Vermögen den Besitzer wechselt, könnten sich Portfolios hin zu einem höheren Anteil an Krypto-Assets verschieben, was einen strukturellen Auftrieb für Bewertungen schafft“, so Zach Pandl, Forschungsleiter bei Grayscale.
Die Coinbase-Studie aus Dezember zeigt, dass die Unterschiede tiefer reichen als nur der Besitz von Kryptowährungen. Jüngere Anleger handeln häufiger, gehen größere Risiken ein und erwarten höhere Renditen. Fast die Hälfte der jungen Investoren möchte in neue Kryptos investieren, bevor der breitere Markt dies tut.
Außerdem investieren jüngere Anleger etwa 25 Prozent ihres Portfolios in nicht-traditionelle Anlagen, während ältere Generationen nur 8 Prozent investieren. Sie lassen sich dabei weniger von traditionellen Finanzberatern leiten und suchen Informationen häufiger über soziale Medien und Online-Communities.
Grayscale weist auch darauf hin, dass makroökonomische Faktoren die Investmentthese für Kryptowährungen stärken. Der Digital Asset Outlook 2026 des Vermögensverwalters nennt wachsende Bedenken über die Stabilität von Fiatwährungen (wie Dollar und Euro) und die steigenden Staatsschulden als zusätzliche Treiber für die Nachfrage nach Alternativen wie Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH).
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