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Die Aktie von Alphabet, der Muttergesellschaft von Google, erlitt am Montag einen deutlichen Rückschlag an der Wall Street. Anleger reagierten schockiert auf den erneuten Wechsel eines prominenten KI-Forschers zu einem Konkurrenten. Die Aktie verlor über sieben Prozent und verzeichnete damit den größten Rückgang seit Februar.
Die Entwicklungen unterstreichen, wie hart der Kampf um Talente im Bereich der künstlichen Intelligenz geworden ist. Während OpenAI und Anthropic immer mehr an Boden gewinnen, scheint Google Schwierigkeiten zu haben, seine führende Position zu behaupten.

Der jüngste Rückschlag für Google folgte, nachdem DeepMind-Vizepräsident John Jumper bekannt gab, dass er zu Anthropic wechselt. Jumper gilt als einer der wichtigsten Forscher bei Google DeepMind und spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung fortschrittlicher KI-Systeme.
Sein Ausscheiden erfolgt nur wenige Tage, nachdem auch Noam Shazeer, einer der bekanntesten KI-Forscher von Google, angekündigt hatte, zu OpenAI zu wechseln.
Für Anleger ist das ein alarmierendes Signal. Beide Forscher gehören zur absoluten Spitze in der KI-Welt und waren an Projekten beteiligt, die Googles Wettbewerbsfähigkeit stärken sollten.
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Laut Marktkennern zeigt der Abgang mehrerer Schlüsselfiguren, dass OpenAI und Anthropic in der KI-Branche zunehmend dominieren.
Besonders auf dem Gebiet der KI-Programmierwerkzeuge machen beide Unternehmen große Fortschritte. Genau in diesem Segment hatte Google in letzter Zeit Schwierigkeiten, Unternehmen von seinen Produkten zu überzeugen.
Analyst Adam Crisafulli von Vital Knowledge schrieb, dass OpenAI und Anthropic zunehmend Abstand von Konkurrenten wie Google, Meta und xAI gewinnen.
Ihm zufolge hilft der Weggang von Jumper nicht bei Googles Bemühungen um eine stärkere Position im KI-Wettbewerb.
Das Ausscheiden von Jumper erhält besondere Aufmerksamkeit aufgrund seiner beeindruckenden Erfolgsbilanz. 2024 gewann er zusammen mit DeepMind-Chef Demis Hassabis den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung von AlphaFold.
Dieses KI-Modell konnte ein Problem lösen, mit dem Wissenschaftler jahrzehntelang zu kämpfen hatten: die Vorhersage der dreidimensionalen Struktur von Proteinen. Der Durchbruch gilt als eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Anwendungen der künstlichen Intelligenz bisher.
Dass ausgerechnet ein Forscher dieses Kalibers sich für Anthropic entscheidet, nährt die Sorgen, dass sich die Machtverhältnisse in der KI-Branche rasch verändern.
Der Kursrückgang von Alphabet kam nicht allein. Auch andere große Technologieunternehmen standen am Montag unter Druck.
Ein Index, der die sogenannten Magnificent Seven verfolgt, verlor mehr als zwei Prozent. Amazon fiel um fast fünf Prozent, während auch Microsoft und Meta über zwei Prozent einbüßten.
Dennoch scheint die Reaktion bei Alphabet vor allem mit den wachsenden Sorgen über den Konkurrenzkampf in der künstlichen Intelligenz zusammenzuhängen. Da die Nachfrage nach KI-Lösungen weiterhin explosionsartig wächst, wird der Zugang zu den besten Forschern immer wichtiger.
Der Abgang von zwei Spitzenwissenschaftlern innerhalb einer Woche zeigt, dass der Kampf um KI-Talente vorerst nur weiter zunehmen wird.
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