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Bitcoin (BTC) hat ein schwelendes Problem und der Datenanalyst Glassnode hat es nun in Zahlen gefasst. Fast ein Drittel aller im Umlauf befindlichen Bitcoins ist anfällig für einen Angriff mit einem Quantencomputer.
Die Zahlen von Glassnode sind eindeutig. 6,04 Millionen Bitcoins, das sind 30,2 Prozent des gesamten Angebots, sind anfällig für einen Angriff mit einem Quantencomputer. Die anderen 13,99 Millionen Coins sind hingegen sicher, wie im Bericht zu lesen ist.
Alles dreht sich um den sogenannten öffentlichen Schlüssel. Jeder Bitcoin wird mit einem privaten Schlüssel gesichert, einer Art Passwort, das nur der Besitzer kennt. Bei manchen Coins ist der dazugehörige öffentliche Schlüssel bereits auf der Blockchain sichtbar. Gerade diese Sichtbarkeit macht sie zu einem Ziel.
Ein leistungsfähiger Quantencomputer könnte mittels eines speziellen Rechenverfahrens (Shor’s Algorithmus) aus einem solchen öffentlichen Schlüssel theoretisch den privaten Schlüssel ableiten. Wer das schafft, kann die Coins plündern.
Glassnode teilt die Risikogruppe in zwei Kategorien auf. Die erste Kategorie nennt das Unternehmen strukturelle Anfälligkeit. Dabei handelt es sich um Coins, bei denen der öffentliche Schlüssel durch das Design der Wallet selbst sichtbar ist. Hier geht es um 1,92 Millionen Bitcoins oder 9,6 Prozent des Gesamtbestands.
In dieser Kategorie befinden sich die Coins des Bitcoin-Erfinders Satoshi Nakamoto (1,10 Millionen Stück) und anderer früher Nutzer aus den Anfangstagen (0,62 Millionen). Diese liegen wahrscheinlich für immer brach, da die Besitzer nicht erreichbar oder verschwunden sind.
Die zweite Kategorie ist deutlich größer: 4,12 Millionen Bitcoins oder 20,6 Prozent. Hier ist fahrlässige Verwaltung der Grund. Wallets, die immer wieder dieselbe Adresse nutzen, lecken mit der Zeit ihren öffentlichen Schlüssel.
Vor allem Kryptobörsen fallen negativ auf. Sage und schreibe 1,63 Millionen Bitcoins in den Händen von Börsen sind gefährdet, das entspricht 8,1 Prozent aller Bitcoins weltweit.
Die Unterschiede zwischen den Börsen sind enorm. Coinbase hat nur 5 Prozent seines Bestands exponiert, während Binance auf 85 Prozent kommt und Bitfinex sogar auf 100 Prozent. Auch Broker wie Robinhood und WisdomTree stehen mit 100 Prozent auf Rot. Staatliche Reserven der USA, des Vereinigten Königreichs und El Salvadors hingegen sind bei null Prozent.
Glassnode betont, dass der Bericht keine Vorhersage darüber ist, wann Quantencomputer tatsächlich eine Gefahr darstellen. Das Unternehmen bezeichnet es rein als Momentaufnahme, um zu erkennen, wo die Schwachstellen liegen.
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