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Der Oktober ist bislang ein besonders volatiler Monat für Bitcoin (BTC). Nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs ist die Digitalwährung deutlich zurückgefallen. Das ist eine beunruhigende Entwicklung, und laut Analysten der Analyseplattform Glassnode ist ein neuer Katalysator nötig, um BTC wieder auf Kurs zu bringen.
Bitcoin befindet sich derzeit in einer fragilen Phase. Analysten von Glassnode warnten am Mittwoch, dass eine „tiefere Korrektur“ droht, wenn der Preis nicht schnell wieder über 117.000 US-Dollar steigt. Dieses bearishe Szenario ist inzwischen vollständig eingetreten, denn der Kurs ist auf 105.500 US-Dollar gefallen.
Der jüngste Kurssturz folgte auf einen euphorischen Höchststand von 126.000 US-Dollar, doch makroökonomische Unruhe und eine Liquidationswelle über 19 Milliarden US-Dollar haben das Momentum vollständig gedreht.
Dadurch befindet sich der Markt in einer Reset-Phase, so die Analysten. Glassnode spricht von einer fragilen Lage, in der das institutionelle Interesse nachzulassen scheint. Zudem verzeichneten die US-Spot-Exchange-Traded Funds (ETFs) diese Woche Abflüsse von 2.300 BTC.
Zudem realisieren Langfristinvestoren seit Juli ihre Gewinne. Laut Daten von Glassnode haben diese sogenannten Langfristhalter seit Juli 2025 etwa 300.000 BTC verkauft. Diese anhaltenden Gewinnmitnahmen drücken die Aufwärtsbewegung und erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Phase der Konsolidierung oder sogar einer weiteren Korrektur.
Um den Weg nach oben zurückzufinden, ist die Marke von 117.000 US-Dollar laut den Analysten entscheidend. Von diesem Niveau droht Bitcoin nun immer weiter abzurutschen. Das Preisniveau von 117.000 US-Dollar ist laut Glassnode wichtig, weil es ein Cluster darstellt, in dem viele jüngste Käufer ihre Position aufgebaut haben. Da der Kurs darunter gefallen ist, steht ein erheblicher Teil des Marktes derzeit im Minus.
Ohne einen neuen Impuls, der den Preis wieder über die entscheidende Marke von 117.000 US-Dollar hebt, droht BTC weiter abzusacken. Analyst Coin Signals warnt derweil vor noch größeren Verlusten. Er gibt an, all seine Vermögenswerte in Stablecoins umgeschichtet zu haben und wartet nun auf einen Boden um 90.000 US-Dollar, bevor er wieder in Bitcoin einsteigt.
Der jüngste Crash wurde auch durch die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China befeuert. Zuvor kündigte Donald Trump zusätzliche Importzölle von 100 Prozent auf chinesische Waren an – als Reaktion auf neue Exportbeschränkungen Chinas für seltene Erden.
Am Freitag schlug Trump in einem Interview mit Fox Business jedoch gemäßigtere Töne an. Er räumte ein, dass die vorgeschlagenen Zölle „nicht haltbar“ seien, und erklärte: „Das ist die Zahl, aber sie haben mich dazu gezwungen.“ Außerdem kündigte er an, den chinesischen Präsidenten Xi Jinping innerhalb von zwei Wochen zu treffen. Trump zeigte sich dabei zuversichtlich: „Ich denke, mit China wird das gut ausgehen.“
Unterdessen reagieren chinesische Offizielle vorsichtiger. Der Handelsminister rief zur Zusammenarbeit mit den USA auf, und der chinesische Außenminister betonte, dass das Kappen der wirtschaftlichen Verbindungen weder realistisch noch klug ist.
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