Die einst legendäre Meme-Aktie GameStop erlebt erneut eine Achterbahnfahrt – diesmal jedoch bergab. Am vergangenen Donnerstag verlor die Aktie ganze 25 % an Wert, nachdem das Unternehmen einen ungewöhnlichen Plan vorgestellt hatte: eine Bitcoin (BTC)-Anleihe im Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar, mit der eine erhebliche Menge der digitalen Währung gekauft werden soll.
Andere Unternehmen wurden für ähnliche Strategien gefeiert – doch in diesem Fall nicht. Was ist los?

Verlust an Vertrauen
Was zunächst wie ein strategischer Schritt in Richtung digitaler Vermögenswerte klang, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als wenig überzeugend. GameStop kündigte nämlich die Ausgabe einer wandelbaren Anleihe über 1,3 Milliarden US-Dollar an – mit einem Zinssatz von 0 %. Das bedeutet, dass Anleger nur dann profitieren, wenn der Aktienkurs deutlich steigt. Und das macht viele skeptisch.
Laut Analysten beginnen viele Anleger deshalb, ihre Positionen zu verkaufen – oder sogar auf fallende Kurse zu setzen (Short-Positionen) – in Erwartung der Ausgabe dieser „Convertibles“. Die anfängliche Euphorie schlug schnell in Vorsicht um.
„Viele Aktionäre scheinen wenig Vertrauen in diesen Schritt zu haben“, sagt Louis Liu, Chief Investment Officer bei Mimesis Capital, in einem Beitrag auf X. Und ehrlich gesagt ist das gut nachvollziehbar. Warum sollte man mehr als das Doppelte des Kassenbestands eines Unternehmens zahlen – nur weil es Bitcoin kaufen will? Vor allem, wenn man selbst direkt BTC erwerben kann oder in einen Bitcoin Spot exchange traded fund (ETF) investiert.
In den Fußstapfen von Strategy
Offensichtlich versucht GameStop, dem Weg von Strategy (ehemals MicroStrategy) zu folgen – jenem Unternehmen, das vor Jahren durch seine massiven BTC-Investitionen Schlagzeilen machte. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Strategy wird am Markt mit weniger als dem Doppelten seines Bitcoin-Bestands bewertet, während GameStop nach wie vor vergleichsweise hoch bewertet ist. Und genau das wirft Fragen auf.
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