Laut einem neuen Bericht von Galaxy Research wird die US-Regierung im Jahr 2025 keine Bitcoin kaufen, trotz Spekulationen über eine mögliche Ausweitung ihrer Bitcoin-Reservepolitik. Stattdessen wird sie sich darauf konzentrieren, ihren bestehenden Bestand von 183.850 BTC im Wert von etwa 17,36 Milliarden US-Dollar zu verwalten.
Fokus auf Reservepolitik
Alex Thorn, Leiter der Forschungsabteilung bei Galaxy Research, erklärte, dass die Vereinigten Staaten möglicherweise Schritte unternehmen werden, um eine umfassendere Bitcoin-Reservepolitik zu prüfen. Dies bedeute jedoch nicht, dass die Regierung direkte Käufe tätigen werde. „Es wird Bewegung innerhalb der Regierungsbehörden geben, um eine Richtlinie zu entwickeln, aber Käufe werden im Jahr 2025 nicht stattfinden“, so Thorn.
Laut Spot on Chain besitzt die US-Regierung derzeit 183.850 BTC, die auf 36 bekannte Adressen verteilt sind. Dieser Bestand stammt größtenteils aus Beschlagnahmungen in strafrechtlichen Fällen.

Gesetzesvorlage und internationale Konkurrenz
Die Gesetzesvorlage „Bitcoin Act 2024“, die von der US-Senatorin Cynthia Lummis vorgeschlagen wurde, könnte der Regierung den Weg ebnen, Bitcoin zu ihren Reserven hinzuzufügen. Sollte der Vorschlag angenommen werden, könnte die Regierung jährlich 200.000 BTC kaufen, was in fünf Jahren zu einer Reserve von 1 Million BTC führen würde.
Unterdessen prognostiziert der Galaxy-Analyst JW, dass eine starke US-Position in Bitcoin andere Länder dazu ermutigen könnte, dem Beispiel zu folgen. „Der Wettbewerb zwischen Ländern, insbesondere solchen mit großen Staatsfonds oder strategischem Interesse an Bitcoin, könnte die Akzeptanz beschleunigen“, erklärt JW. Dies gelte vor allem für Länder, die mit den USA konkurrieren, wie China, das Berichten zufolge Schritte erwägt, Bitcoin in seine strategischen Reserven aufzunehmen.
Internationale Reaktionen
Der japanische Premierminister Shigeru Ishiba erklärte, es sei schwierig, eine offizielle Position zur Aufnahme von Bitcoin-Reserven zu formulieren, da es an Informationen über die Strategien anderer Länder wie der USA fehle. Gleichzeitig betonte der ehemalige Binance-CEO Changpeng Zhao, dass kleinere Länder wahrscheinlich die ersten Schritte unternehmen könnten, um Bitcoin-Reserven aufzubauen.
Auswirkungen auf den Markt
Obwohl die US-Regierung keine direkten Bitcoin-Käufe tätigen wird, könnte eine ausgeweitete Reservepolitik andere Märkte beeinflussen. Analysten erwarten, dass dies ein Signal für andere Länder und Unternehmen sein könnte, Bitcoin in ihre Reserven oder Bilanzen aufzunehmen. Darüber hinaus spielen institutionelle Investoren und Bitcoin-ETFs weiterhin eine große Rolle bei der zunehmenden Akzeptanz von Kryptowährungen.
Ausblick
Die Entwicklung einer Bitcoin-Reservepolitik durch die US-Regierung bleibt ein wichtiges Diskussionsthema innerhalb der Kryptogemeinschaft. Auch wenn direkte Käufe im Jahr 2025 unwahrscheinlich sind, könnte der Fokus auf eine strategische Politik die Grundlage für eine zukünftige Akzeptanz durch Regierungen und andere große Akteure schaffen.
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