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Ein US-amerikanisches Bundesgericht hat die 30-jährige Sze Man Yu Inos, auch bekannt als „Yuki“, zu 71 Monaten Haft verurteilt wegen ihrer Beteiligung an einem umfangreichen Bitcoin (BTC)-Betrug. Die Frau hatte es gezielt auf ältere Opfer abgesehen und ihnen mit erfundenen Geschichten Geld entlockt.

Laut Justizbehörden kontaktierte Inos von November 2020 bis Januar 2022 ältere Frauen auf Saipan und Guam, Inseln im westlichen Pazifik unter US-amerikanischer Verwaltung. Sie gab sich als erfolgreiche Unternehmerin aus einer wohlhabenden chinesischen Familie aus und behauptete, hohe Gewinne mit Bitcoin-Investitionen zu erzielen. Mit ihren überzeugenden, aber vollständig erfundenen Geschichten gewann sie das Vertrauen ihrer Opfer und brachte sie dazu, Geld zu investieren.

Raffinierte Vorgehensweise mit gefälschten Dokumenten

Um ihre Betrügereien glaubwürdig erscheinen zu lassen, ging Inos weit. Sie fälschte sogar die Unterschrift eines Bundesrichters, was laut Anklage zeigt, wie berechnend ihr Vorgehen war. Das Gericht hat sie angewiesen, 769.355 Dollar Schadenersatz an die Opfer zu zahlen. Zudem wurden Vermögenswerte in Höhe von 684.848 Dollar eingezogen.

Bemerkenswert ist, dass Inos ihre betrügerischen Aktivitäten fortsetzte, während ihr Prozess bereits lief. Nachdem sie die Marianen verlassen hatte, machte sie in den Bundesstaaten Washington und Kalifornien neue Opfer. Da sich der Betrug über mehrere Bundesstaaten erstreckte, wurde der Fall als schwerwiegender eingestuft und die Strafe fiel höher aus.

Harte Strafe und Warnung vor Kryptobetrug

FBI-Agent David Porter erklärte, dass Inos „eine Spur finanzieller Zerstörung“ hinterlassen habe und bewusst verletzliche ältere Menschen ins Visier nahm. Auch das Fälschen der Unterschrift eines Richters bezeichnete er als schwerwiegende Verletzung des Rechtsstaats.

Neben der Haftstrafe wurden Inos zusätzliche Strafen auferlegt, darunter drei Jahre Aufsicht nach der Entlassung, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit und eine zusätzliche Geldstrafe.

Der US-Staatsanwalt Shawn Anderson warnt, dass Betrug dieser Art, bei dem Kriminelle das Vertrauen der Menschen ausnutzen, immer häufiger vorkommt. Seiner Meinung nach ist die verhängte Strafe angesichts des Umfangs und der Dauer des Betrugs angemessen.

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