Das französische Technologieunternehmen Sequans Communications will in den kommenden Jahren Bitcoin (BTC) im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar kaufen. Das Unternehmen strebt danach, bis 2030 ganze 100.000 BTC zu besitzen.
Der Schritt folgt auf eine erfolgreiche Kapitalrunde über Hunderte Millionen US-Dollar und scheint stark vom Beispiel von Michael Saylors Strategy inspiriert zu sein.
Sequans startet aggressives Bitcoin-Kaufprogramm
Sequans machte den Plan am Donnerstag in einer offiziellen Pressemitteilung öffentlich. Kurz zuvor hatte das Unternehmen 384 Millionen US-Dollar über eine Kombination aus Fremdfinanzierung und Aktienemission aufgenommen. Der Erlös wird vollständig eingesetzt, um ein neues Bitcoin-Investitionsprogramm zu finanzieren.
Derzeit besitzt Sequans bereits 3.171 BTC. Damit steht es auf Platz 22 der Weltrangliste der börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz. Laut CEO Georges Karam ist dies erst der Anfang eines ambitionierten Mehrjahresplans.
„Unser Ziel ist es, die Anzahl der Bitcoin pro Aktie zu maximieren und so nachhaltigen Wert für unsere Aktionäre zu schaffen“, so Karam.
BTC-Ziel: 100.000 Münzen bis 2030
Der Fahrplan von Sequans bis 2030 ist in drei Phasen unterteilt. 2025 will das Unternehmen seinen BTC-Bestand über neue öffentliche Kapitalrunden ausbauen. 2026 soll das Tempo deutlich erhöht werden, unter anderem durch Bitcoin-besicherte Kredite, neue Aktienemissionen und den Verkauf von geistigem Eigentum.
In der letzten Phase bis 2030 will Sequans seine Kapitalstruktur mit innovativen, Bitcoin-basierten Finanzinstrumenten optimieren. Dabei verspricht das Unternehmen, die Verwässerung bestehender Aktien so weit wie möglich zu begrenzen.
Wenn Sequans sein Ziel von 100.000 BTC tatsächlich erreicht, würde es derzeit den zweiten Platz unter allen börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin in der Bilanz einnehmen. Nur Strategy läge dann weit voraus mit 628.946 BTC, was rund 74 Milliarden US-Dollar entspricht.
Sequans entwickelt 4G- und 5G-Chipsätze für Internet-of-Things-Anwendungen, wie etwa intelligente Zähler und Industrieausrüstung. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Paris und wird teilweise von der französischen Regierung unterstützt.
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