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Der Bitcoin-Kurs stand in den letzten Monaten stark unter Druck. Nach dem kräftigen Anstieg zu Beginn des Jahres 2026 fiel die digitale Währung zurück in Richtung 60.000-Dollar-Marke. Jurrien Timmer von Fidelity Investments, einem Vermögensverwalter mit Billionen Dollar unter Verwaltung, sieht in diesem Preisbereich eine potenziell wichtige Unterstützung.
Seine Einschätzung stützt sich unter anderem auf ein sogenanntes „Power-Law“-Diagramm von Bitcoin. Das klingt komplex, ist aber im Grunde recht simpel.
Die Grafik zeigt die langfristige Kursentwicklung von Bitcoin seit der Entstehung der digitalen Währung. Anstatt kurzfristige Schwankungen zu betrachten, vergrößert die Analyse den Blickwinkel. Dabei wird ein historischer Wachstumspfad betrachtet, dem der Kurs seit Jahren mehr oder weniger folgt.

Innerhalb dieses Wachstumspfades sind zwei wichtige Linien erkennbar:
Laut dem Makrostrategen liegt diese untere Linie derzeit bei etwa 60.000 Dollar. Das bedeutet, dass Bitcoin basierend auf seinem historischen Trend in diesem Bereich eine natürliche Unterstützung finden könnte.
Timmer betont, dass der Kurs durchaus kurzzeitig unter dieses Niveau fallen könnte. Finanzmärkte bewegen sich selten entlang theoretischer Linien. Dennoch weist er darauf hin, dass mehrere Indikatoren in diesem Preisbereich zusammenlaufen und gleichzeitig Bitcoin unterstützen.
Eine Rolle in seiner Analyse spielt auch das Verhältnis zwischen Gold und Bitcoin. Historisch gesehen erreichte Bitcoin oft einen Boden, wenn die digitale Währung im Vergleich zu Gold relativ schwach abschnitt. Aktuelle Daten deuten darauf hin, dass dieses Muster erneut sichtbar wird.
Das Verhältnis zwischen Bitcoin und Gold ist im unteren Bereich des Diagramms in Dunkelblau dargestellt. Der Wert liegt aktuell bei -100 Prozent und damit auf einem theoretischen Tiefpunkt.

Historisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit für eine Umkehr an solchen Punkten größer. Das unterstützt laut Timmer die Annahme, dass das Niveau um 60.000 Dollar den Boden für Bitcoin markiert hat.
Der Power-Law-Ansatz von Timmer legt nahe, dass Bitcoin trotz der starken Korrekturen weiterhin einem steigenden langfristigen Trend folgt. In früheren Zyklen fiel der Kurs manchmal um Dutzende von Prozent, um später neue Rekordwerte zu erreichen.
Für den durchschnittlichen Anleger ist laut Timmer die wichtigste Erkenntnis, dass extreme Volatilität Teil dieser relativ jungen Anlageklasse ist. Gleichzeitig kann die Analyse langfristiger Muster helfen, emotionale Entscheidungen zu vermeiden.
Obwohl niemand genau vorhersagen kann, wo der exakte Boden liegt, denkt der Top-Makroökonom, dass das Niveau um 60.000 Dollar rückblickend ein wichtiger Wendepunkt gewesen sein könnte.
Damit bleibt das Bild von Bitcoin seiner Meinung nach das gleiche wie in früheren Marktzyklen: Starke Rückgänge gehören dazu, aber innerhalb einer breiteren Aufwärtsentwicklung, die vor allem langfristig sichtbar wird.
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