Ex-Ripple-Manager David Schwartz sieht in Krypto eine einzigartige Chance, reich zu werden. Der ehemalige CTO von Ripple (XRP) betrachtet die Branche als eine einmalige Möglichkeit für risikobereite Investoren.
Allerdings hat Schwartz den Großteil seines Vermögens aus Krypto abgezogen. Nicht weil er nicht mehr an die Branche glaubt, sondern weil er nach eigenen Angaben mit mehr Stabilität besser schläft.
Ethereum viel zu früh verkauft
Schwartz berichtete auf X, dass er sein Ethereum (ETH) einst für nur 1,05 Dollar pro Stück verkauft hat. Derzeit liegt der Kurs von ETH bei etwa 2.368 Dollar. Im Nachhinein betrachtet war das eine äußerst kostspielige Entscheidung.
Trotzdem verteidigt er seine Entscheidung. Laut Schwartz sah er damals schlicht keinen realistischen Weg zu solchen hohen Kursen. Er erklärte, er hätte Ethereum nicht für 1,05 Dollar verkauft, wenn er auch nur eine Chance von 1 Prozent gesehen hätte, dass der Coin jemals über 2.000 Dollar steigen würde.
Es ging Schwartz jedoch nicht um einen Rechenfehler, sondern um Risikomanagement. Schwartz entschied sich für Sicherheit anstelle eines extrem spekulativen Szenarios.
„Ich bin nicht der Diamond-Hands-Typ“
Auch bei XRP hat Schwartz sein Engagement reduziert. Er besitzt immer noch über eine Million XRP, hat jedoch einen großen Teil seiner früheren Position abgebaut. Damit bleibt er finanziell in der Branche involviert, jedoch weniger aggressiv als manche Anleger es erwarten würden.
Schwartz bezeichnet sich selbst nicht als jemanden mit „Diamond Hands“. Er sieht sich eher als vernünftigen Anleger, der stabile Ergebnisse dem maximalen Spekulationsrisiko vorzieht.
Das ist bemerkenswert, da er gleichzeitig anerkennt, dass Krypto enorme Chancen bietet. Seiner Meinung nach hätte er leicht Milliardär werden können, wenn er mehr Risiko eingegangen wäre und seine digitalen Assets länger gehalten hätte.
Der Preis der Vorsicht
Seine Geschichte zeigt die Spannungen innerhalb der Krypto-Welt deutlich. Einerseits sind die Renditen manchmal absurd hoch. Wer früh genug einstieg und lange genug hielt, konnte mit relativ kleinen Beträgen enorme Vermögen aufbauen.
Andererseits ist das im Nachhinein leicht gesagt. Im Moment selbst ist es nahezu unmöglich zu wissen, welcher Coin tausende Prozent zulegen wird und welcher völlig verschwindet.
Schwartz scheint diese Abwägung bewusst getroffen zu haben. Er verpasste einen gigantischen Gewinn mit Ethereum, erkaufte sich jedoch dadurch Ruhe und Stabilität.
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