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Der frühere Softwareentwickler von Google und Meta Patrick Shyu, besser bekannt als „TechLead“, hat bekanntgegeben, dass er all seine Bitcoin (BTC) und weitere Kryptowährungen verkauft hat. In einem neuen YouTube-Video sagt er, dabei hohe Verluste realisiert zu haben.
Seine Kapitulation folgt auf einen deutlichen Rückgang des Bitcoin-Kurses und befeuert erneut die Debatte über die Zukunft des Kryptomarkts.
Shyu berichtet, er habe den heftigen Rückgang des Bitcoin-Kurses völlig falsch eingeschätzt. Seinen Angaben zufolge fiel BTC von rund 120.000 US-Dollar auf knapp über 60.000 US-Dollar – eine Korrektur von etwa 50 Prozent.
„Ich habe all meine Bitcoin verkauft und dabei enorme finanzielle Verluste erlitten“, sagt Shyu. „Wenn mir vor einem Jahr jemand gesagt hätte, dass ich das vor der Kamera sagen würde, hätte ich ihn ausgelacht.“
Aus Sicht des früheren Google-Ingenieurs war vor allem der Einsatz von Hebelpositionen sein größter Fehler.
„Ich war viel zu stark gehebelt. Ein vergleichsweise kleiner Fehler hatte dadurch enorme Folgen.“
Shyu äußert zudem Bedenken mit Blick auf die heutige Struktur des Bitcoin-Markts. Seiner Einschätzung nach ist die verfügbare Liquidität deutlich geringer als während der Hausse 2021, sodass große Verkäufer den Preis spürbar unter Druck setzen können.
Er verweist unter anderem auf Gläubiger von Mt. Gox, die Zehntausende Bitcoins zurückerhalten, sowie auf Strategy, das inzwischen rund 850.000 Bitcoins besitzt. Shyu zufolge könnten große Halter schrittweise verkaufen, während neue Anleger als Gegenseite fungieren.
Darüber hinaus nennt er grundlegende Risiken für das Bitcoin-Netzwerk. So stellt er die Frage, ob Transaktionsgebühren langfristig ausreichen werden, um Miner zu vergüten, sobald nahezu alle Bitcoins gemined sind. Zudem sieht er Quantencomputer auf lange Sicht als potenzielle Bedrohung für die Sicherheit des Netzwerks.
Auffällig ist, dass Shyu sein Video mit deutlich optimistischeren Tönen beendet. Trotz des Verkaufs und seiner deutlichen Kritik an den aktuellen Marktbedingungen hält er an seinem Vertrauen in die Technologie hinter Bitcoin fest.
„Ich bin langfristig weiterhin bullish“, sagt er. „Bitcoin wird in jedem Zyklus neu entdeckt – meist genau dann, wenn alle zu dem Schluss gekommen sind, Bitcoin sei tot. Vielleicht ist dieses Video deshalb sogar ein perfektes Bodensignal.“
Seine Aussagen lösen in der Krypto-Community gemischte Reaktionen aus. Während einige Anleger seine Sorgen teilen, werten andere seine Kapitulation als klassisches Zeichen dafür, dass der Marktboden womöglich nicht mehr weit entfernt ist.
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