November war ein historisch schlechter Monat für Bitcoin (BTC). Neue Daten über diesen Zeitraum enthüllen dabei auffällige Muster. Ein Kontinent sticht dabei besonders als Hauptquelle für den Verkaufsdruck hervor: Europa. Wie kam es dazu?

Europa verkaufte Bitcoin in großem Stil

Der Bitcoin-Kurs fiel im November um 17,4 Prozent. Damit war es der schlechteste Novembermonat seit 2018. Außerdem war es seit 2011 der zweitschlechteste November in der Geschichte.

Auffallend ist, dass ein Großteil des Verkaufsdrucks aus Europa kam. Während die Handelszeiten in den USA und Asien im Durchschnitt neutral blieben, fanden die größten Rückgänge während der europäischen Sitzungen statt, berichtet Presto Research.

Ethereum (ETH) verlor im November sogar 22,73 Prozent, und auch diese Verluste wurden hauptsächlich während der europäischen Handelszeiten verzeichnet. Warum gerade in Europa so viel verkauft wurde, bleibt vorerst unklar. Es deutet jedoch auf eine zurückhaltendere Risikoeinstellung in unserem Kontinent hin.

Nach einem Tiefststand von fast 80.000 Dollar im November erholt sich Bitcoin allmählich wieder. Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Kurs bei 92.700 Dollar. Dies entspricht bislang einem Zuwachs von 2,6 Prozent im Dezember.

Zinspolitik wird entscheidend für nächste Bitcoin-Bewegung

Ob Bitcoin seine Erholung fortsetzen kann, bleibt fraglich. Laut dem niederländischen Analysten Ted zeigt die aktuelle Kursentwicklung von Bitcoin starke Ähnlichkeiten zur Zyklus von 2021. In einer aktuellen Analyse weist er auf eine vergleichbare Doppel-Top-Struktur hin, gefolgt von einer Erholungsbewegung.

Basierend auf dieser Musterwiederholung hält er es für möglich, dass Bitcoin zunächst weiter in Richtung 100.000 bis 105.000 Dollar steigen könnte, bevor eine neue Korrektur einsetzt.

Außerdem betont der Analyst, dass die nächste bedeutende Kursbewegung wahrscheinlich von der Zinsentscheidung der US-Zentralbank abhängen wird. Heute Abend wird sich zeigen, ob tatsächlich eine Zinssenkung angekündigt wird.

Laut der Futures-Markt ist die Wahrscheinlichkeit dafür hoch: Derzeit wird eine Wahrscheinlichkeit von 89,6 Prozent einkalkuliert, dass die Zinsen gesenkt werden. Vor allem die anschließende Pressekonferenz von Jerome Powell könnte erheblichen Einfluss auf den Kurs haben.

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