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Der November gilt historisch als starker Monat für Bitcoin (BTC), doch davon ist dieses Jahr nichts zu merken. Es dürfte einer der schwächsten November in der gesamten Geschichte werden – dennoch rechnen Analysten von Bitfinex damit, dass die Nachfrage schon bald wieder anziehen kann.
Der November zählt eigentlich zu den besten Monaten des Jahres für die Digitalwährung. Seit 2013 legte Bitcoin im Schnitt um gut 40 Prozent im elften Monat des Jahres zu. Dieses Jahr drückt die Entwicklung den Durchschnitt jedoch deutlich nach unten.
Mit einem aktuellen Bitcoin Kurs von knapp 88.000 Dollar liegt Bitcoin derzeit fast 20 Prozent im Minus. Das markiert den zweitschlechtesten November seit 2013. Nur 2018 ging es mit einem Rückgang von über 36 Prozent noch stärker nach unten.
Nach Einschätzung der Analysten von Bitfinex sind die üblichen Saisoneffekte in diesem Quartal komplett verpufft. Schon im Oktober, dem historisch besten Monat des Jahres für Bitcoin, verlor der Kurs mehr als 3 Prozent.
Die Bitfinex-Analysten heben hervor, dass es erst das dritte Mal seit Anfang 2024 ist, dass der Bitcoin Kurs unter das sogenannte Short-Term-Holder-Cost-Basis-Modell fällt. Kurzfristige Halter, die ihre Bitcoins weniger als 155 Tage besitzen, zahlten im Schnitt etwas weniger als 87.000 Dollar pro Coin. Am vergangenen Freitag wurde ein Tiefpunkt von 80.600 Dollar erreicht.
Ausgerechnet diese kurzfristigen Halter sind besonders anfällig dafür, ihre Bitcoins bei Rückschlägen zu verkaufen. Rutschen sie massenhaft ins Minus, erhöht das den Verkaufsdruck am Markt zusätzlich.
Nach Ansicht der Analysten geht der Rückgang auch teilweise auf eine große Gruppe von Käufern zurück, die zwischen 106.000 und 118.000 Dollar eingestiegen sind. Bitfinex bezeichnete die Kaufaktivität in dieser Zone als „deutlich höher als normal“. Durch die jüngste Korrektur geben viele dieser Investoren nun mit Verlust auf.
Bitfinex sieht derzeit zwei denkbare Pfade für BTC:
1. Die neue Nachfrage zieht an
Käufer betrachten den Rücksetzer als Geschenk und steigen ein. Das kann das Momentum schnell zurückbringen.
2. Ruhige Akkumulationsphase
Der Markt geht in eine breitere, längere Seitwärtsphase über, in der BTC wochenlang in einer Spanne pendelt, bevor sich erneut ein klarer Trend herausbildet.
Seit dem Tiefpunkt vom vergangenen Freitag hat sich Bitcoin bereits um mehr als 10 Prozent erholt. Obwohl Rückgänge derzeit zügig aufgekauft werden, tut sich Bitcoin offensichtlich schwer, die Marke von 88.000 Dollar nachhaltig zu überwinden.
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