Während Ethereum (ETH)-Investoren in den letzten Wochen wenig Grund zur Freude hatten, gibt es doch Hoffnung am Horizont. Am 24. Februar machten Ethereum-Entwickler einen wichtigen Schritt mit dem Pectra-Upgrade, das offiziell auf dem Holesky-Testnetz aktiviert wurde. Dies markiert einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Einführung auf dem Ethereum-Mainnet. Doch während der Tests traten sofort einige Probleme auf.
Was ist das Pectra-Upgrade?
Warum sollten wir uns über das Pectra-Upgrade freuen? Nun, aus verschiedenen Gründen! Das Update bringt unter anderem eine neue und benutzerfreundlichere Erfahrung für Krypto-Wallets (EIP-7702). Außerdem wird das maximale Staking von Validatoren von 32 auf 2.048 ETH erhöht (EIP-7251) und, vielleicht am wichtigsten, die maximale Blob-Größe wird verdoppelt, um die Skalierbarkeit von Rollups zu verbessern (EIP-7691).
Besonders EIP-7691, das Upgrade, das die Blob-Größe verdoppelt, könnte einen enormen Durchbruch bedeuten. Blobs sind eine Technik, die erst kürzlich eingeführt wurde, nämlich mit dem Dencun-Upgrade im Jahr 2024. Sie ermöglichen es, große Mengen an Daten kostengünstiger und effizienter auf Ethereum zu verarbeiten. Sie bilden unter anderem das Rückgrat von Layer-2 (L2)-Lösungen wie Optimistic Rollups und ZK-Rollups, die Transaktionen bündeln und außerhalb der Ethereum-Hauptkette verarbeiten.
Klingt vielleicht technisch, aber im Wesentlichen führt diese Verbesserung zu niedrigeren Transaktionskosten und besserer Skalierbarkeit. Und genau das braucht Ethereum, insbesondere jetzt, da Konkurrenten wie Solana (SOL) zunehmend an Boden gewinnen mit ihren rasend schnellen und kostengünstigen Transaktionen.
Finalitätsprobleme auf Holesky
Trotz der erfolgreichen Aktivierung hat das Holesky-Testnetz ein ernsthaftes Problem: Das Netzwerk hat seit der Einführung des Pectra-Upgrades keine einzige Finalisierung erreicht. Das bedeutet, dass Transaktionen nicht endgültig bestätigt werden — ein großes Risiko für die Stabilität des Netzwerks. Entwickler sind fleißig dabei, die Ursache herauszufinden und mögliche Lösungen zu testen.
Der nächste entscheidende Test ist für den 5. März 2025 auf einem anderen Testnetz, Sepolia, geplant. Sollte das Problem auf Holesky weiterhin bestehen, könnte dieser Test verschoben werden, um mehr Zeit zu gewinnen. Und das könnte wiederum Auswirkungen auf die geplante Mainnet-Einführung im April 2025 haben.
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