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Ethereum zeigt Anzeichen einer langsamen Erholung gegenüber Bitcoin. Laut dem Marktanalysten Michaël van de Poppe erreichte das Verhältnis zwischen beiden Kryptowährungen im April 2025 einen Tiefpunkt und zeigt seitdem ein Muster, das stark an die Marktphase von 2019 erinnert.
Das sogenannte ETH-BTC-Verhältnis, das die Performance von Ethereum im Vergleich zu Bitcoin darstellt, sank über Jahre hinweg fast kontinuierlich. Doch seit April des vergangenen Jahres scheint sich ein Wandel abzuzeichnen. Damals fiel das Verhältnis auf etwa 0,017, gefolgt von einer Erholung über 0,04 im Sommer. Nach einer umfassenderen Korrektur am Kryptomarkt ist die Ratio mittlerweile wieder gesunken, doch laut Analysten bleibt der Boden intakt.
Van de Poppe betont, dass die Erholung nicht nur technischer Natur ist, sondern auch durch Entwicklungen im Ethereum-Ökosystem unterstützt wird. Insbesondere das schnelle Wachstum der Nutzung von Stablecoins auf dem Netzwerk ist bemerkenswert.
Im Jahr 2025 stieg die gesamte Menge an Stablecoins auf Ethereum um mehr als 65 Prozent. Im Vergleich zum Höchststand von 2021 hat sich das Volumen sogar verdoppelt.
Ein weiterer Faktor ist das Aufkommen sogenannter „tokenisierter realer Vermögenswerte“. Hierbei handelt es sich um traditionelle Vermögenswerte wie Anleihen oder Immobilien, die als digitale Tokens auf der Blockchain festgehalten werden. Immer mehr dieser Anwendungen laufen auf Ethereum, was das Netzwerk für Finanzinstitute und Entwickler attraktiv macht.
Bemerkenswert ist, dass sich die Erholung mit einer Phase deckt, in der die Stimmung gegenüber Ethereum eher pessimistisch war. In den letzten Jahren wurde oft geäußert, dass Ethereum seinen Zenit überschritten habe, vor allem aufgrund der starken Leistungen von Bitcoin und Konkurrenten wie Solana. Van de Poppe sieht darin Parallelen zu früheren Zyklen, in denen negative Erwartungen oft einer Wende vorausgingen.
Ob dies tatsächlich der Beginn einer neuen Phase ist, in der Ethereum besser als Bitcoin abschneidet, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Vorerst scheint die Kryptowährung vor allem von der wachsenden Aktivität im Netzwerk selbst zu profitieren, unabhängig von kurzfristigen Kursbewegungen.
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