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Ethereum (ETH) hat im vergangenen Jahr gegenüber Bitcoin (BTC) deutlich an Boden verloren. Das ETH/BTC-Verhältnis sank um mehr als 35 Prozent, und laut Analysten besteht das Risiko, dass diese Schwäche noch nicht überwunden ist.
Der Chart von Ethereum gegenüber Bitcoin zeigt erneut eine Abwärtsstruktur, die bereits in den Jahren 2024 und 2025 zu beobachten war. Damals verlor Ethereum schließlich fast 70 Prozent im Vergleich zu Bitcoin.
ETH/BTC befindet sich seit 2022 unter einer fallenden mehrjährigen Trendlinie. Bisher wurde jeder Versuch, diese zu durchbrechen, abgewiesen.
Im August 2025 testete Ethereum diese Linie erneut, doch der Kurs scheiterte abermals an einer bedeutenden Widerstandszone. Diese fiel mit dem 0,382 Fibonacci-Niveau und dem 50-Monats-Exponentiell-Durchschnitt zusammen.

Seither ist ETH/BTC erneut gefallen. Der Kurs sank auch unter den 20-Monats-Durchschnitt bei etwa 0,034 BTC, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer weiterhin dominieren.
Sollte diese Schwäche anhalten, sehen Analysten 0,0176 BTC als mögliches nächstes Kursziel. Dieses Niveau liegt etwa 40 Prozent unter dem aktuellen Stand und entspricht dem Tief aus dem Zyklus von 2020.
Auch die Daten von Börsen zeigen ein schwächeres Bild für Ethereum. Laut Zahlen von CryptoQuant stieg die Menge an ETH auf Binance im Mai auf 3,62 Millionen ETH. Das entspricht etwa 24,6 Prozent des gesamten Ethereum-Bestandes auf Börsen.

Ein steigender Börsenbestand wird oft als mögliches Verkaufssignal gewertet, da Coins, die auf Börsen transferiert werden, schneller zum Verkauf stehen.
Bei Bitcoin ist hingegen das Gegenteil der Fall. Die Bitcoin-Bestände auf Binance sinken. Das deutet darauf hin, dass BTC häufiger von den Börsen abgezogen wird, möglicherweise zur langfristigen Lagerung.

Dadurch entsteht ein klarer Unterschied. Ethereum scheint relativ verkaufsbereiter, während Bitcoin auf Handelsplattformen seltener wird.
Die Schwäche von Ethereum gegenüber Bitcoin ist nicht nur technisch bedingt. Auch fundamental hat sich das Szenario verschoben.
Jahrelang profitierte Ethereum vom Narrativ des „ultrasound money“, der Idee, dass ETH durch Verbrennungsmechanismen immer knapper werden würde. Dieses Narrativ hat zuletzt an Kraft verloren.
Bitcoin hingegen hat durch institutionelle Akzeptanz, ETFs und Unternehmensreserven an Schwung gewonnen. Firmen wie Strategy kaufen weiterhin große Mengen Bitcoin, während die Wall Street BTC zunehmend in Investmentportfolios integriert.
Das verleiht Bitcoin eine klarere und stärkere Investmentgeschichte als Ethereum, besonders in einem Markt, in dem Anleger bevorzugt die liquideste und institutionell akzeptierte Kryptowährung wählen.
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