Mit Ethereum (ETH) läuft es derzeit nicht besonders gut. Seit Wochen hat die digitale Währung zu kämpfen und verliert gegenüber Bitcoin (BTC) zunehmend an Boden. Laut aktuellen Daten der Blockchain-Analyseplattform Glassnode kommt nun weiteres schlechtes Omen hinzu: Die Anzahl der Ethereum-Abhebungen ist auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten gefallen. Droht ein weiterer Kursrückgang?
Bereit zum Verkauf
Warum ist das eine schlechte Nachricht? Nun, wenn Anleger ihr ETH nicht mehr auf ihre eigenen Wallets oder in Cold Storage abziehen, halten sie es lieber liquide – bereit für einen schnellen Verkauf, falls nötig. Das deutet darauf hin, dass wenig Vertrauen in einen steigenden Kurs besteht.
Gleichzeitig beobachten wir einen auffälligen Anstieg der ETH-Einzahlungen auf Börsen – um ganze 10 % seit Anfang März. Immer mehr Coins fließen also von der sicheren Aufbewahrung zurück auf Handelsplattformen. Ein deutliches Zeichen für wachsenden Verkaufsdruck. Anleger bringen ihre Coins aktiv auf Exchanges, meist mit der Absicht, sie zu verkaufen.
ETH-Kursprognose
Kurzfristig sehen die Aussichten für ETH eher düster aus. Zwar konnte der Kurs kürzlich noch kurzzeitig über das wichtige Widerstandsniveau von 2.000 US-Dollar ausbrechen, doch dieses Momentum scheint bereits wieder zu verblassen. Wenn der Verkaufsdruck anhält und das Vertrauen der Anleger weiter schwindet, ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Marke bald erneut nach unten durchbrochen wird.
Es gibt jedoch auch einen Lichtblick. Viele Investoren blicken mit großen Erwartungen auf das kommende Pectra-Upgrade. Laut Analyst Marcel Pechman von Cointelegraph gibt es drei Schlüsselfaktoren, die darüber entscheiden, ob Ethereum mittelfristig in Richtung 2.500 US-Dollar steigen kann. Das entspricht etwa 23 % über dem aktuellen Niveau – kein unmöglicher Sprung, aber einer, der Vertrauen und positive Impulse erfordert.
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