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Eric Trumps große Bitcoin-Wette ist für ihn bislang teuer geworden. American Bitcoin, das börsennotierte Mining-Unternehmen, das er mitgegründet hat und bei dem er als Strategiedirektor fungiert, sah seinen Aktienkurs in weniger als einem Jahr um mehr als 95 Prozent einbrechen. Damit schmolz auch ein großer Teil des Werts seiner Beteiligung an dem Unternehmen dahin.
Nach Berechnungen von Newsbit hat seine Beteiligung in den vergangenen zehn Monaten mehr als 600 Millionen Dollar an Wert verloren. Um die Notierungsanforderungen der Nasdaq weiterhin zu erfüllen, vollzog American Bitcoin in dieser Woche zudem einen Reverse Split im Verhältnis 1:15.

American Bitcoin wurde mit einem klaren Ziel gegründet: möglichst viel Bitcoin (BTC) zu minen und in die Unternehmensbilanz zu nehmen. Während viele US-Miner ihre Strategie in den vergangenen Monaten auf KI-Rechenzentren ausrichteten, hielt American Bitcoin an einem konsequent auf Bitcoin fokussierten Ansatz fest.
Diese Entscheidung rächte sich bislang. Wegen des fallenden Bitcoin-Kurses und des rasanten Wachstums im KI-Sektor bevorzugten Anleger Unternehmen, die ihre Stromkapazitäten und Rechenzentren für künstliche Intelligenz nutzen können. Die Aktien von Riot Platforms, Cipher Digital, MARA Holdings und TeraWulf legten in diesem Jahr im Schnitt um mehr als 60 Prozent zu. American Bitcoin verlor im selben Zeitraum dagegen 77 Prozent seines Börsenwerts.
Hinzu kommt, dass das Unternehmen nur begrenzte Möglichkeiten hat, doch noch auf KI umzuschwenken. Stromversorgung, Standorte und das operative Mining-Geschäft liegen größtenteils in den Händen des Mehrheitsaktionärs Hut 8. Dieser Konzern konzentriert sich inzwischen stark auf den Ausbau von KI-Rechenzentren, wodurch American Bitcoin nur wenig Spielraum bleibt.
Trotz der schweren Kursverluste bleibt Eric Trump von seiner Bitcoin-Strategie überzeugt. In einem jüngst veröffentlichten Podcast sagte er, American Bitcoin werde seine BTC-Reserve nur in einer „katastrophalen“ Lage verkaufen.
Das Unternehmen handelt entsprechend. Anfang dieser Woche kaufte American Bitcoin weitere 500 BTC hinzu, trotz der hohen Verluste. Im ersten Quartal meldete das Unternehmen einen operativen Verlust von 118,2 Millionen Dollar. Fast der gesamte Betrag – 117,2 Millionen Dollar – entfiel auf eine Abschreibung des Bitcoin-Bestands infolge des kräftigen Kursrückgangs.
Nach Einschätzung von CEO Mike Ho könnte die Abwanderung der Konkurrenz in Richtung KI American Bitcoin langfristig sogar zugutekommen. Wenn immer mehr Miner ihre Infrastruktur für KI-Rechenzentren nutzen, sinkt die Konkurrenz im Bitcoin-Netzwerk. Dadurch fällt die Mining-Schwierigkeit, sodass Unternehmen, die im Bitcoin-Mining aktiv bleiben, relativ mehr Bitcoin erwirtschaften können.
Dennoch steht und fällt die Strategie mit einem Faktor: dem Bitcoin-Kurs. Solange BTC unter Druck bleibt, ist auch die Profitabilität von American Bitcoin begrenzt. Erst wenn der Kurs wieder deutlich anzieht, könnte sich der vollständige Fokus auf Bitcoin auszahlen.
Diese Überzeugung äußerte Eric Trump bereits Anfang des Jahres auf der Bitcoin Conference 2026 in Las Vegas.
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