Letzte Woche wurde bekannt, dass die Social-Media-Plattform X eine bemerkenswerte Funktion hinzufügen würde. Nutzer könnten damit direkt in der App mit Krypto und Aktien handeln. Doch der Produktchef von X hat diese frühere Behauptung nun relativiert.
Integriertes Handelsplattform in X-App?
Nikita Bier, Produktchef bei X, kündigte zuvor die Einführung von „Smart Cashtags“ an. Diese neue Funktion soll es Nutzern ermöglichen, in der X-App mit Krypto oder Aktien zu handeln. Ein cleveres Tool, das die App weiter in Richtung eines All-in-One-Produkts bringen könnte.
Die Nachricht verbreitete sich schnell in der Kryptogemeinde, die begeistert reagierte. Bier sah sich daher gezwungen, eine Klarstellung vorzunehmen, da diese Interpretation nicht stimmte. Auf X reagierte sie auf eine der Nachrichtenmeldungen.
X-Plattform wird keinen direkten Handel anbieten
In ihrer Reaktion schrieb sie, dass es ein Missverständnis sei, dass X die Handelsgeschäfte selbst ausführen würde. Das Plattformziel sei es, Werkzeuge für Finanzdaten bereitzustellen und die Finanzwelt mit X zu verknüpfen.
Frühere Produktbeschreibungen zeigten, dass es sich um eine separate Seite in der App handelt, auf der Preise, Charts und verwandte Beiträge an einem Ort zu finden sind. So können Nutzer mit Interesse an demselben Wertpapier oder derselben Kryptowährung leichter zueinander finden.
xAI arbeitet an neuem Bezahldienst
Elon Musks xAI arbeitet zudem seit Längerem an der Entwicklung eines eigenen Bezahldienstes. Der Tech-Unternehmer ließ Anfang dieses Monats wissen, dass xAI kurz vor der Einführung dieses neuen Dienstes steht.
„X Money“ wurde kürzlich von Mitarbeitern während eines großen internen Treffens getestet. In den kommenden Monaten plant das Unternehmen eine begrenzte externe Beta, um zu prüfen, wie der Dienst bei einer größeren Nutzeranzahl funktioniert.
Das Unternehmen ließ vor einem Jahr durch die damalige CEO Linda Yaccarino verlauten, dass X Money 2026 in Zusammenarbeit mit Visa eingeführt werden soll. Nutzer können ihre Bankkarte an das Programm anbinden, um Transaktionen durchzuführen. Ob Kryptowährungen ebenfalls für Zahlungen genutzt werden können, ist derzeit noch unklar.
New York könnte Lizenz verweigern
Musks xAI registrierte bereits eine Tochtergesellschaft unter dem Namen „X Payments“. Dieses Unternehmen hat inzwischen Lizenzen für Zahlungsgeschäfte in mehr als 40 US-Bundesstaaten. Dennoch sind noch nicht alle Bundesstaaten überzeugt.
Im Bundesstaat New York gibt es erhebliche Uneinigkeit. Dort wurde gefordert, keine Lizenz zu erteilen, da Musk in der Vergangenheit gezeigt habe, dass Datenschutz und der Schutz von Kundendaten nicht hoch priotisiert werden.
Das Nichterteilen der Lizenz könnte erhebliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Ein Bezahldienst, der nicht in allen Bundesstaaten aktiv sein darf, führt nämlich zu einem unvollständigen Zahlungsnetzwerk. Die Frage ist, ob ein solches Produkt den angestrebten Erfolg erreichen kann.
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