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Ethereum (ETH)-Mitbegründer Vitalik Buterin fordert Elon Musk auf, Kryptografie und Blockchain-Technologie zu nutzen, um die Social-Media-Plattform X zu verbessern. Insbesondere der Inhaltsalgorithmus sollte laut Buterin transparenter und verifizierbarer gestaltet werden.
In einem Beitrag auf X schlug Buterin vor, dass Zero-Knowledge Proofs (ZK-Proofs) und Blockchain eingesetzt werden könnten, um Einblicke in die Entscheidungsfindung des Algorithmus über die Reichweite von Beiträgen zu geben.
Dabei kritisierte er auch den Kurs der Plattform unter dem Eigentümer Musk. Laut Buterin schadet der aktuelle Ansatz dem Prinzip der freien Meinungsäußerung, das X eigentlich schützen möchte.
Buterin beschrieb ein System, in dem jede algorithmische Entscheidung von einem sogenannten ZK-Proof unterstützt wird. Damit kann bewiesen werden, dass Entscheidungen innerhalb vorher festgelegter Regeln getroffen wurden, ohne sensible Daten offenzulegen.
Zudem sollten alle Inhalte, Likes und Reposts mit Zeitstempeln auf einer Blockchain festgehalten werden, damit „der Server nicht zensieren oder über die Zeit lügen kann“.
Weiterhin fordert Buterin, dass X den vollständigen Algorithmuscode veröffentlichen soll. So könnten externe Parteien das System nachträglich überprüfen, ohne direkt Missbrauch zu fördern. ZK-Proofs ermöglichen laut ihm die Kombination von Transparenz und Datenschutz.
Davide Crapis, AI-Leiter bei der Ethereum Foundation, schloss sich dieser Meinung an. Er stellte fest, dass eine Plattform, die sich als Freiraum für Meinungsäußerungen versteht, ihre Optimierungsziele offenlegen sollte. Diese Ziele sollten seiner Meinung nach „für Nutzer lesbar und anpassbar“ sein.
Buterins Aufruf passt in breitere Diskussionen über die Rolle sozialer Medien und zentralisierter Macht. In der Kryptowelt besteht seit langem Skepsis gegenüber dem Einfluss von Plattformbetreibern auf den Betrieb dieser Plattformen.
Früher führte beispielsweise eine Ankündigung von X, „informative“ Inhalte zu priorisieren, zu Fragen darüber, wer bestimmt, was darunter fällt.
Auch der politische Druck nimmt zu. Das europäische Digital Services Act verpflichtet Plattformen zu mehr Transparenz über ihre Algorithmen und deren gesellschaftliche Risiken. Die Europäische Kommission verhängte kürzlich eine Geldstrafe von 120 Millionen Euro gegen X wegen Nichteinhaltung dieser Vorschriften.
Buterin beteiligt sich regelmäßig an solchen gesellschaftlichen Debatten. Mit diesem Plädoyer unterstreicht er erneut, dass kryptografische Techniken eine Rolle bei der Stärkung von Vertrauen und Kontrolle in digitalen Plattformen spielen können.
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