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Eine aktuelle Diskussion auf X hat erneut die Frage aufgeworfen, ob XRP für Privatanleger bestimmt ist oder ausschließlich für institutionelle Nutzung vorgesehen ist. Anlass war eine Bemerkung von Dilip Rao, dem ehemaligen Global Head of Infrastructure Innovation bei Ripple. Er deutete an, dass XRP eine finanzielle Brücke für große Marktteilnehmer darstellt.
Der Krypto-Influencer John Squire behauptete auf X, dass Rao bestätigt habe, dass XRP nicht für Privatanleger bestimmt sei. Zudem sagte er, dass jede XRP letztendlich den Status von Gold erhalten werde. Laut Squires Interpretation konzentriert sich Ripple ausschließlich auf institutionelle Investoren und nicht auf Einzelpersonen, die mit XRP handeln.
In einem Interview erklärte Rao, dass XRP an etwa 150–200 Börsen weltweit gehandelt wird. Er betonte jedoch, dass ein Großteil dieses Handels oberflächlich sei und nicht mit der langfristigen Vision von Ripple übereinstimme. Dabei stellte er klar, dass das Unternehmen darauf abzielt, dass XRP von Finanzinstitutionen als Brückenwährung für internationale Transaktionen genutzt wird. Seiner Meinung nach liegt die Zukunft von XRP in der großflächigen institutionellen Anwendung und nicht im spekulativen Handel durch Einzelpersonen.
Nicht jeder stimmt mit Squires Interpretation überein. Eine Gegenreaktion kam von dem X-Nutzer Moon Lambo. Er argumentiert, dass Rao nie ausdrücklich gesagt habe, dass XRP nicht für Privatanleger gedacht sei. Seiner Meinung nach liegt Ripples Fokus zwar tatsächlich auf institutionellen Kunden, doch das bedeute nicht, dass die Nutzung durch Privatanleger ausgeschlossen sei.
Moon Lambo wies außerdem darauf hin, dass David Schwartz, einer der Architekten von XRP, zuvor erklärt habe, dass XRP als effizientere Version von Bitcoin konzipiert wurde. Dies impliziert, dass XRP dank seiner Open-Source- und dezentralisierten Natur für jeden zugänglich ist. Sollte der Einzelhandel vollständig ausgeschlossen werden, hätte dies seiner Ansicht nach sogar negative Auswirkungen auf den Preis.
Ripple konzentriert sich eindeutig auf die Ermöglichung institutioneller Zahlungen. Gleichzeitig bleibt XRP jedoch eine frei handelbare Kryptowährung, die jeder kaufen und verkaufen kann. Ob XRP wirklich „nicht für den Einzelhandel gedacht“ ist, scheint eher eine Frage der Perspektive als eine harte Realität zu sein.
Was die Zukunft bringt, hängt weitgehend davon ab, inwieweit Institutionen XRP tatsächlich als Brückenwährung nutzen werden. Doch solange es an Börsen verfügbar ist, bleibt es sowohl für große als auch für kleine Investoren eine Option. Die Frage ist, ob der institutionelle Wandel XRP tatsächlich den Status von „Gold“ verleihen wird, wie Squire behauptet – oder ob Privatanleger weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf den Marktwert der Währung haben werden.
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