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Bitcoin (BTC) hat sich seit dem Tief im Februar unter 60.000 Dollar um über 28 Prozent erholt. Verschiedene technische und On-Chain-Indikatoren deuten darauf hin, dass diese Erholung möglicherweise noch nicht abgeschlossen ist. Drei Grafiken zeigen, dass der Kurs kurzfristig Potenzial für einen Anstieg auf 82.000 Dollar hat.
Gleichzeitig gibt es noch keine endgültigen Beweise dafür, dass der Bullenmarkt zurück ist. Die Erholung wirkt stärker, doch Bitcoin muss noch wichtige Widerstandsniveaus überwinden.
Seit Anfang April bewegt sich Bitcoin in einem aufsteigenden Trendkanal. Jeder Test der Unterseite dieses Kanals führte bisher zu einer Erholung von etwa 8 bis 10 Prozent.
Derzeit konsolidiert Bitcoin erneut um die Unterseite des Kanals, in der Zone zwischen 76.800 und 77.500 Dollar. Dieses Gebiet fällt mit den 20- und 50-Perioden-EMA im Vier-Stunden-Chart zusammen. In einem Aufwärtstrend fungieren diese Durchschnitte oft als dynamische Unterstützung.

Wenn Bitcoin diese Zone erneut verteidigen kann, ist ein Anstieg zur Oberseite des Trendkanals naheliegend. Diese liegt bei etwa 82.700 Dollar, ungefähr 7,7 Prozent über dem aktuellen Bitcoin-Kurs. Dieses Niveau stimmt auch mit der 1,618 Fibonacci-Extension überein.
Das positive Szenario hängt vom Erhalt der aktuellen Unterstützungszone ab. Sollte Bitcoin unter 76.800 Dollar fallen, könnte ein Rückgang auf 73.600 Dollar folgen.
Dieses Niveau fällt mit der 0,786 Fibonacci-Linie und der 200-Perioden-EMA im Vier-Stunden-Chart zusammen. Ein solcher Rückgang würde nicht sofort bedeuten, dass die Erholung vorbei ist, aber es könnte bedeuten, dass der Markt mehr Zeit benötigt, um einen Boden zu bilden.
Auch die Liquiditätsbedingungen verbessern sich. Laut Daten von CryptoQuant verzeichnete die Börse Binance im März und April einen Zufluss von fast 6 Milliarden Dollar an Stablecoins. Allein im April flossen etwa 3,5 Milliarden Dollar ein.

Das ist bedeutsam, da Stablecoins oft als trockenes Pulver auf Kryptobörsen dienen. Mehr Stablecoins auf den Börsen bedeuten, dass mehr Kapital bereitsteht, um erneut in den Kryptomarkt zu fließen.
Für Bitcoin ist das positiv. Trotz der Spannungen zwischen den USA und Iran und der gestiegenen Ölpreise scheint erneut Liquidität in den Markt zu fließen.
Auch der MVRV-Indikator gibt ein vorsichtig positives Signal. Er vergleicht den Marktwert von Bitcoin mit dem realisierten Wert, also den durchschnittlichen On-Chain-Kosten der Investoren.
Bitcoin ist kürzlich wieder über die -0,5 Standardabweichungsband der MVRV-Indikator gestiegen, rund 72.750 Dollar. In früheren Zyklen fungierte diese Band oft als Unterstützung oder Widerstand.

Wenn sich dieses Muster wiederholt, könnte Bitcoin langfristig sogar in Richtung 94.500 Dollar steigen. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Bullenmarkt zurück ist, stärkt aber das Szenario einer starken Erholungsrally.
Der On-Chain-Analyst Willy Woo bleibt vorsichtig. Ihm zufolge bildet Bitcoin noch eine Basis, wobei 65.000 Dollar vorerst als wichtige Unterstützung gilt.
Der echte Test liegt laut Woo bei etwa 79.000 Dollar. Das entspricht den Kosten jüngster Investoren. Erst wenn Bitcoin dieses Niveau überzeugend überwindet, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Erholung zu einer nachhaltigen Trendwende wird.
Woo schätzt die Chancen für einen erfolgreichen Durchbruch bei diesem Versuch auf etwa 30 Prozent. Verbesserungen sind sichtbar, aber Gewissheit gibt es noch nicht.
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