Ein Kryptohändler hat in einer Woche 12,5 Millionen Dollar durch eine Reihe von Liquidationen verloren. Der Trader, aktiv unter dem Namen ‘qwatio’, wurde achtmal auf Hebelpositionen in Bitcoin und Ethereum liquidiert, wie Daten von Lookonchain zeigen. Seine Geschichte legt erneut die Risiken des extrem risikoreichen Hebelhandels offen.
Verluste steigen schnell für qwatio
Der letzte Schlag kam heute, als qwatio teilweise auf einer Ethereum-Position (ETH) mit einem Hebel von 25 mal liquidiert wurde. Seine neue Liquidationsgrenze liegt jetzt bei 2.534 Dollar, während Ether derzeit bei etwa 2.472 Dollar steht.
Auch seine Bitcoin-Position (BTC) hielt nicht stand. Sie wurde ebenfalls teilweise liquidiert. Die neue Liquidationsgrenze für diese Position ist auf 109.170 Dollar festgelegt. Der Bitcoin-Kurs liegt derzeit bei 107.558 Dollar.
Die Verluste häufen sich schnell für den Trader. Letzten Donnerstag berichtete Lookonchain bereits, dass qwatio innerhalb von drei Tagen sechsmal liquidiert wurde, was zu einem Verlust von 10 Millionen Dollar führte.
Interessanterweise erzielte qwatio im März noch Millionengewinne. Er ging damals long sowohl auf Ethereum als auch auf Bitcoin mit einem Hebel von 50 mal, kurz bevor Präsident Donald Trump eine Executive Order ankündigte, um eine nationale Kryptoreserve zu schaffen. Diese Position brachte ihm damals 6,8 Millionen Dollar ein.
Hebelhandel führt weiterhin zu großen Verlusten
Qwatio ist nicht der Einzige mit Problemen. Trader James Wynn, bekannt für eine Long-Position von 1,1 Milliarden Dollar, hat erneut eine hohe Hebelposition eröffnet. Wynn begann gestern mit einer Short-Position auf Bitcoin mit 40-fachem Hebel und einem Einsatz von 37.000 Dollar. Später am Tag drehte er die Position um und ging long für 44.466 Dollar.
Wynn wurde bereits Ende Mai für 100 Millionen und Anfang Juni noch einmal für 25 Millionen liquidiert. Gerüchten zufolge stand er auch hinter einer anonymen Bitcoin-Position von 300 Millionen Dollar, vermutlich um Liquidationen durch ‚Whale Hunters‘ zu vermeiden.
Beim Leverage-Trading verwendest du geliehenes Geld, um mit einer größeren Position zu handeln als dein eigenes Kapital. Das erhöht die Chance auf Gewinn, aber auch das Risiko eines Verlustes erheblich. Wer long geht, spekuliert auf einen steigenden Kurs, während short genau auf einen fallenden Kurs setzt. Bewegt sich der Markt zu weit in die falsche Richtung, schließt die Börse die Position automatisch: eine Liquidation.
Die Frage ist, ob dies noch rationales Handeln ist, oder ob der Hebelhandel völlig außer Kontrolle geraten ist. Große Verluste scheinen jedenfalls immer häufiger die Folge von extrem hohem Leverage zu sein.
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