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US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass seine Vertreter Hypothekenanleihen im Wert von 200 Milliarden Dollar aufkaufen sollen. Ziel ist es, die Hypothekenzinsen zu senken und Wohneigentum für amerikanische Haushalte erschwinglicher zu machen.
Der Kauf soll durch die staatlich kontrollierten Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac erfolgen, die seit der Finanzkrise 2008 unter staatlicher Aufsicht stehen. Das bestätigte Bill Pulte, Direktor der Federal Housing Finance Agency (FHFA), gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.
Bezahlbarkeit hat sich zu einem der größten politischen Themen von Trumps zweiter Amtszeit entwickelt. Trotz sinkender Inflation empfinden viele Amerikaner die Lebenshaltungskosten, von Lebensmitteln bis Wohnen, weiterhin als hoch. Trumps Umfragewerte stehen dadurch unter Druck.
Mit dieser Maßnahme versucht das Weiße Haus, gezielt auf einen sensiblen Punkt einzugreifen: den Wohnungsmarkt, wo die Hypothekenzinsen seit 2022 stark gestiegen sind. Obwohl die Zinsen mittlerweile von Anfang 2025 rund 7 Prozent auf etwas über 6 Prozent gesunken sind, bleibt der Immobilienmarkt angespannt.
Dass Trump diese Maßnahme jetzt ergreift, überrascht nicht, denn im November 2026 stehen Zwischenwahlen an. Diese muss er gewinnen, um seine Macht im politischen System zu sichern.
Es handelt sich um sogenannte Mortgage-Backed Securities (MBS): Anleihen, die durch Bündel von Wohnungsbaukrediten besichert sind. Durch den Kauf dieser Anleihen steigt ihr Preis und die Rendite sinkt, was typischerweise zu niedrigeren Hypothekenzinsen für Verbraucher führt.
Trump verglich die Maßnahme implizit mit der Politik der US-Notenbank während der Coronakrise, als die Federal Reserve im Rahmen des Ankaufsprogramms (Quantitative Easing) massiv MBS erwarb. Es gibt jedoch einen wichtigen Unterschied:
Ökonomen zufolge wird der Effekt wahrscheinlich begrenzt bleiben. Chen Zhao, Chefökonom beim Immobilienportal Redfin, schätzt, dass die Maßnahme die Hypothekenzinsen um etwa 10 bis 15 Basispunkte senken könnte. „Das hilft etwas, aber es ist kein Gamechanger“, so Zhao. „Selbst nach früheren Zinssenkungen sahen wir kaum eine Erholung bei der Zahl der Immobilientransaktionen.“
Hinzu kommt, dass die angekündigten 200 Milliarden Dollar im Vergleich zu den Billionen, die die Federal Reserve während früheren Krisen in den Markt gepumpt hat, relativ klein sind.
Auffällig ist, dass weder das Weiße Haus noch die FHFA klare Details zum Zeitplan oder zur genauen Durchführung der Käufe gegeben haben. Pulte wollte sich gegenüber Reuters dazu nicht äußern, erklärte jedoch, dass die Behörden „über ausreichend Liquidität“ verfügen würden.
Laut den jüngsten Quartalsberichten verfügen Fannie Mae und Freddie Mac zusammen über mehr als 190 Milliarden Dollar an unmittelbar verfügbaren Mitteln, wenn auch kurzfristige Wiederanlagen berücksichtigt werden.
Die Maßnahme passt in eine umfassendere Strategie von Trump zur Senkung der langfristigen Zinsen. Der Präsident hat die Federal Reserve wiederholt zu aggressiven Zinssenkungen aufgefordert und kündigte diese Woche auch Pläne an, institutionelle Investoren vom Markt für Einfamilienhäuser fernzuhalten.
Später in diesem Monat will Trump auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos weitere Maßnahmen für den Immobilienmarkt vorstellen. Damit sind Trumps Absichten für 2026 klar.
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