Der US-Dollar ist am Mittwoch um über ein Prozent gefallen. Dies stellt den größten Rückgang innerhalb eines Tages seit Ende Januar dar. Damit sind die gesamten Gewinne dieses Jahres in einer Bewegung verschwunden.
Der Rückgang folgt auf den Waffenstillstand zwischen den USA und Iran. Diese Nachricht sorgte für Optimismus an den Finanzmärkten. Anleger zogen sich massenhaft aus sicheren Häfen zurück und entschieden sich wieder für riskantere Anlagen.
Kriegsprämie verschwindet aus Dollar
Der Dollar profitierte in den vergangenen Wochen von den Spannungen im Nahen Osten. Während das Konfliktpotenzial stieg und die Ölpreise anzogen, suchten Anleger verstärkt Sicherheit in der amerikanischen Währung. Diese Flucht in die Sicherheit trieb den Dollar stetig nach oben.
Mit dem Waffenstillstand schlägt die Stimmung plötzlich um. Präsident Trump kündigte am Dienstagabend eine Feuerpause an und sprach von weiteren Verhandlungen anstelle von Eskalation. Die Reaktion auf den Märkten ließ nicht lange auf sich warten. Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel am Mittwoch um 1,04 Prozent.
Risikoappetit kehrt auf die Märkte zurück
Diese Bewegung passt in ein breiteres Muster an den Finanzmärkten. Weltweit stiegen Aktien, während die Ölpreise um bis zu 16 Prozent deutlich sanken. Gleichzeitig ging die Nachfrage nach traditionellen sicheren Häfen zurück. Investoren verlagern ihr Kapital wieder in risikoreichere Anlagen. Das ist genau das Gegenteil dessen, was in den vergangenen Wochen passiert ist.
Für exportorientierte Volkswirtschaften in Europa und Asien wirkt sich ein schwächerer Dollar positiv aus. Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden, werden für ausländische Käufer günstiger. Das verstärkt den Effekt des Waffenstillstands auf die Energiemärkte und gibt der Weltwirtschaft zusätzlichen Rückenwind.
Hält der Dollar-Rückgang an?
Die Frage ist, wie nachhaltig dieser Rückgang ist. Alles hängt von der Unsicherheit ab, die weiterhin über den Märkten schwebt. Der Waffenstillstand ist vorerst auf zwei Wochen begrenzt.
Wenn das Abkommen hält und in umfassendere Verhandlungen mündet, könnte die Kriegsprämie dauerhaft aus dem Dollar verschwinden. Doch falls die Spannungen erneut aufflammen, könnte die Flucht in die Sicherheit ebenso schnell zurückkehren, wie sie jetzt verschwunden ist.
US-Inflation wie erwartet: Preise steigen im Juli planmäßig
Die US-Inflation ist im Juli exakt wie erwartet ausgefallen. Die Zahlen nehmen der Fed Druck für weitere Zinserhöhungen.
Düsteres Signal für Nvidia – oder halb so wild?
Ist das der Hinweis auf das Ende des KI-Bullenmarkts und einen schweren Einbruch bei Nvidia? Oder ist die Lage weniger dramatisch? Das solltest du wissen.
Heute um 14.30 Uhr: Wichtige Inflationsdaten für S&P 500 und Nasdaq
Die Wall-Street-Futures notieren vor den wichtigen Inflationsdaten leicht im Plus, während koreanische Chipwerte deutlich zulegen.
Meist gelesen
Ehemaliger ASML-Forscher bringt China bei entscheidender EUV-Lichtquelle voran
China kommt eigenen EUV-Chipmaschinen dank eines früheren ASML-Wissenschaftlers näher – doch ASML bleibt vorerst vorn.
Kryptomarkt prognostiziert XRP-Kurs für den 31. August
Polymarket-Händler rechnen damit, dass XRP den August unter 1,20 Dollar beendet – trotz positiver Entwicklungen rund um den XRP Ledger.
So viel XRP braucht man für einen Platz unter den größten Haltern
Die aktualisierte XRP Rich List zeigt, wie die Coins verteilt sind und wie viel XRP die größten Konten derzeit halten.
