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Die kommende Woche steht im Zeichen eines großen Ereignisses: der Sitzung der Federal Reserve am Dienstag und Mittwoch. Darüber hinaus bleibt der Iran-Konflikt ein beherrschendes Thema an den Märkten, und es werden wichtige Wirtschaftsdaten erwartet. Das sollten Investoren im Blick behalten.
Der entscheidende Moment der Woche ist die FOMC-Sitzung am 17. und 18. März. Der Markt geht mit über 95 Prozent Wahrscheinlichkeit davon aus, dass der Zinssatz unverändert bei 3,5-3,75 Prozent bleibt. Aber das eigentliche Interesse gilt der Pressekonferenz von Fed-Chef Jerome Powell am Mittwochabend und den neuen Wirtschaftsprognosen (dem sogenannten Dot Plot).
Die zentrale Frage ist, wie die Fed die Kombination aus schwachem Wirtschaftswachstum und steigenden Energiepreisen bewertet. Das BIP wuchs im letzten Quartal lediglich um 0,7 Prozent, während der Ölpreis über 100 Dollar notiert.
Wenn Powell das Wort „Stagflation“ erwähnt oder andeutet, dass Zinserhöhungen wieder auf der Agenda stehen, könnte das risikoreiche Anlagen wie Bitcoin (BTC) und Aktien stark treffen. Ein dovisher Ton hingegen könnte als Impuls für einen Durchbruch über 75.000 Dollar fungieren.
Neben der Fed gibt es in dieser Woche weitere Daten, die richtungsweisend sein könnten:
Dienstag: Leading Economic Indicators und Pending Home Sales (Februar). Diese Zahlen geben Aufschluss darüber, wohin sich die Wirtschaft bewegt. Nach den enttäuschenden BIP-Zahlen achten Investoren besonders auf Anzeichen einer weiteren Abschwächung.
Mittwoch: Producer Price Index (PPI) für Februar. Diese Inflationszahl auf Produzentenebene könnte die Erwartungen an die Fed weiter beeinflussen. Nach der Verbraucherpreisindex von 2,4 Prozent in der vergangenen Woche stellt sich die Frage, ob die Produzentenpreise ein ähnliches Bild zeigen oder ob die steigenden Energiepreise bereits durchschlagen.
Donnerstag: Philadelphia Fed Manufacturing Index für März und die wöchentlichen Arbeitslosenzahlen. Der Philly Fed-Index ist ein früher Indikator für die Gesundheit der US-Industrie. Angesichts der hohen Energiekosten und der Unsicherheit wird ein schwacher Wert erwartet.
Donnerstag: EZB-Sitzung und Sitzung der Bank of England. Beide europäischen Zentralbanken tagen diese Woche. Mit dem Euro auf dem tiefsten Stand seit sieben Monaten und der Ölkrise, die Europa stärker trifft als die USA, beobachten Investoren genau, ob Frankfurt oder London Signale für zusätzliche Anreize geben.
Alle Wirtschaftsdaten werden vom Konflikt überschattet. Trump erwägt, Bodentruppen nach Kharg Island zu entsenden, Iran hält die Straße von Hormus geschlossen und die Angriffe weiten sich über den gesamten Golf aus. Der Ölpreis schloss am Freitag über 100 Dollar, und jede Eskalation könnte ihn weiter in die Höhe treiben.
Für den Ölmarkt stehen zwei Fragen im Vordergrund: Gelingt es Trump, eine internationale Koalition zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu bilden? Und eskaliert der Konflikt in Richtung iranischer Ölinfrastruktur? Bei einer Eskalation könnte der Ölpreis auf 120-150 Dollar steigen. Bei einer Deeskalation ist ein Rückgang auf 80-90 Dollar möglich.
Bitcoin steht an einem Scheideweg. Der Kurs bewegt sich um 74.000 Dollar und hat den Widerstand bei 73.000-75.000 Dollar noch nicht überzeugend durchbrochen. Die Fed-Sitzung könnte den Ausschlag geben.
Ein dovisher Powell, der die Möglichkeit zukünftiger Zinssenkungen offenhält, könnte Bitcoin über die 75.000 Dollar treiben und den Weg Richtung 80.000+ Dollar ebnen. Ein hawkisher Ton oder Hinweise auf Zinserhöhungen könnten den Kurs zurück auf 68.000-70.000 Dollar drücken.
Gleichzeitig bleiben die ETF-Zuflüsse stark. In der letzten Woche flossen 760 Millionen Dollar ein, die dritte positive Woche in Folge. Solange dies anhält, besteht eine stabile Basis für den Kurs.
Gold hat einen schlechten Monat hinter sich mit einem Verlust von etwa 5 Prozent. Das ist bemerkenswert für einen traditionellen sicheren Hafen während eines Krieges. Die Erklärung: Der starke Dollar zieht Kapital aus Gold ab. Sollte die Fed am Mittwoch ein dovishes Signal senden und der Dollar schwächer werden, könnte Gold sich schnell erholen. Silber verlor in diesem Monat sogar fast 7 Prozent und ist noch anfälliger für eine mögliche Kurswende.
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