James Butterfill, der Leiter der Forschungsabteilung von CoinShares, sieht ein gigantisch bullisches Szenario für Ethereum und Bitcoin, wenn die US-Notenbank bald mit der Senkung der Zinssätze beginnt.
Für Ethereum sind die potenziellen Renditen laut Butterfill noch höher, da demnächst auch die ETFs eingeführt werden.
Supply Crunch steht für Ethereum bevor
Es dauert nicht mehr lange, bis die Ethereum ETFs in Amerika starten, und dies könnte in Kombination mit Zinssenkungen der US-Notenbank zu einem sogenannten „Supply Crunch“ führen, so Butterfill.
Von einem Supply Crunch spricht man, wenn die Nachfrage nach einem Finanzinstrument deutlich höher ist als das Angebot zu den aktuellen Kursen. Dies sollte theoretisch zu einer gigantischen Kursexplosion führen.
„Wenn man sich den Futures-Markt anschaut, sieht man, dass die erste Zinssenkung wahrscheinlich erst im Dezember kommt. Ich denke, dass die erste Zinssenkung später als erwartet kommt, aber auch größer ist als erwartet.
Das wäre sehr bullisch für eine Anlage wie Bitcoin, die sehr empfindlich auf Zinserwartungen reagiert.
Aber für Ethereum könnte dies noch interessanter sein. Die Menge an Ethereum im Umlauf ist aufgrund der Menschen, die die Münze staken, ziemlich gering. Die neuen Ethereum ETFs können nicht staken, wenn sie im Juli starten, daher könnte es zu einem sogenannten Supply Squeeze kommen.
Das könnte zu einer gigantischen Kursexplosion für Ethereum führen“, sagte Butterfill im Gespräch mit Scott Melker in der The Wolf of All Streets Podcast.
$450 Milliarden an Kapital
Letztendlich sieht Butterfill langfristig einen Zustrom von $450 Milliarden an Kapital in die Bitcoin und Ethereum ETFs. Dies sollte theoretisch zu gigantischen Kursexplosionen führen.
Bislang bleiben diese jedoch aus und der Bullrun steht auf Pause. Dies scheint alles auf das unsichere makroökonomische Klima zurückzuführen zu sein. Die Inflation in den Vereinigten Staaten bleibt hoch, sodass die US-Notenbank derzeit die Zinssätze noch nicht senken kann.
In dieser Hinsicht müssen wir auf eine Abschwächung der US-Wirtschaft und des Arbeitsmarktes hoffen, damit der Druck auf die Inflation nachlässt und der Weg für schnelle Zinssenkungen frei wird.
Bis dahin scheint es eine Frage der Geduld zu sein und wir müssen ruhig auf den zweiten Teil des Bullruns von Bitcoin warten.
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