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Die US-Futures bewegten sich am Freitagmorgen kaum, während Anleger die Entwicklungen im Nahen Osten weiterhin genau beobachten. Der Markt versucht erneut, zwei Geschichten gleichzeitig zu verarbeiten: einerseits der fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und Iran, andererseits die anhaltende Stärke der KI- und Technologierally.

Die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq 100 bewegten sich kaum. Dies folgt auf einen starken Handelstag am Donnerstag, an dem alle drei großen US-Indizes auf neuen Rekordständen schlossen.

Technologierally treibt Indizes zu Rekorden

Der S&P 500 stieg am Donnerstag um 0,58 Prozent, während der Nasdaq Composite um 0,91 Prozent zulegte. Beide Indizes erreichten auch während des Handels neue Allzeithochs. Der Dow Jones schloss ebenfalls auf einem Rekordstand, allerdings blieb der Gewinn mit 0,05 Prozent begrenzt.

Die entscheidende Triebfeder bleibt die Technologie. Die Anleger bleiben von der Ertragskraft der Unternehmen im KI-Sektor begeistert. Laut Kate Moore von Citi Wealth dreht sich der Markt derzeit weniger um Geopolitik und mehr um die enorme Ertragskraft von Technologieunternehmen.

Laut Moore können sich die Märkte oft nur auf eine große Geschichte gleichzeitig konzentrieren. Derzeit entscheiden sich die Anleger für die Geschichte der KI-Superzyklus, statt für die Risiken höherer Ölpreise, höherer Chemiepreise und Druck auf die Verbraucher.

Dell steigt nach starken Zahlen

Diese KI-Geschichte erhielt nach Börsenschluss erneut Unterstützung von Dell Technologies. Die Aktie stieg um 38 Prozent, nachdem der Computerhersteller seine Jahresprognose anhob und besser als erwartete Quartalszahlen vorlegte.

Dell profitiert von der Nachfrage nach KI-Servern und -Infrastruktur. Damit fügt sich das Unternehmen in das breitere Muster dieses Marktes ein. Alles, was direkt oder indirekt mit KI-Infrastruktur zu tun hat, erhält von Anlegern eine höhere Bewertung.

Nicht alle Unternehmen konnten profitieren. American Eagle Outfitters fiel um 11 Prozent, nachdem der vergleichbare Umsatz der Hauptmarke um 2 Prozent zurückging. Dieser Unterschied zeigt erneut, wie groß die Kluft zwischen Technologie- und konsumentenorientierten Unternehmen ist.

Iran bleibt Unsicherheitsfaktor

Dennoch bleibt die Situation um Iran ein Risiko. Am Donnerstag berichtete Axios, dass US-amerikanische und iranische Unterhändler sich auf ein 60-tägiges Memorandum zur Verlängerung des Waffenstillstands und zur Eröffnung von Gesprächen über das Nuklearprogramm geeinigt hätten.

Laut CNBC bestätigte ein Beamter des Weißen Hauses, dass sich die Parteien „weitgehend einig“ über einen vorübergehenden Deal seien.

Doch kurz darauf berichtete das iranische Staatsmedium Fars, dass die iranischen Streitkräfte Raketen auf unbekannte Ziele abgefeuert hätten. Damit bleibt das Bild unsicher.

Für die Märkte ist vor allem die Straße von Hormus wichtig. Sollte sich die Lage erneut zuspitzen und die Ölpreise steigen, könnte dies die Inflation anheizen und Verbraucher weltweit belasten.

Nasdaq führt Woche und Monat an

Trotz dieser Risiken sind die US-Indizes auf Kurs für eine starke Woche. Der Nasdaq steht in dieser Woche mehr als 2 Prozent höher, der S&P 500 mehr als 1 Prozent und der Dow etwas weniger als 1 Prozent.

Auch der Mai dürfte ein starker Monat werden. Der S&P 500 steht fast 5 Prozent höher, der Dow etwa 2 Prozent und der Nasdaq sogar rund 8 Prozent.

Das zeigt, wie dominant die KI-Geschichte bleibt. Investoren sind nach wie vor bereit, geopolitische Unsicherheiten zu übersehen, solange das Gewinnwachstum bei Technologieunternehmen stark bleibt.

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