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Die Grafik der Bitcoin-Dominanz nähert sich einem sogenannten Death Cross. Dieses technische Signal wird oft als Zeichen der Schwäche gewertet. In diesem Artikel analysieren wir, welche Auswirkungen dies auf den Kryptomarkt haben könnte. Könnte dies auf eine neue Altseason hindeuten?

Was bedeutet ein Death Cross für die Bitcoin-Dominanz?

Die Bitcoin-Dominanz beschreibt den Gesamtmarktanteil von Bitcoin (BTC) am Kryptomarkt, ausgedrückt als Prozentsatz. Die zugehörige Grafik ist als BTC.D-Chart bekannt. Aktuell erkennen Analysten auf diesem Chart ein nahendes Death Cross. Doch was bedeutet das konkret?

Ein Death Cross entsteht, wenn der kurzfristige Durchschnitt, der 50-tägige gleitende Durchschnitt, unter den langfristigen Durchschnitt, den 100-tägigen gleitenden Durchschnitt, fällt. In diesem Fall betrifft es nicht den Bitcoin-Kurs selbst, sondern die Dominanz von BTC im Vergleich zum restlichen Kryptomarkt.

Monatsgrafik von BTC.D (Quelle: TradingView)

In der technischen Analyse gilt ein Death Cross als bearishes Signal. Es zeigt, dass das kurzfristige Momentum im Vergleich zur langfristigen Entwicklung nachlässt. Historisch betrachtet deutet dies oft auf eine längere Phase von Abwärts- oder Seitwärtsbewegungen hin.

Für die Bitcoin-Dominanz bedeutet dies konkret, dass BTC Marktanteile an Altcoins verliert. Dies kann geschehen, weil Altcoins stärker abschneiden oder weil Bitcoin relativ weniger Kapital anzieht.

Wichtig ist, dass ein Death Cross keine Garantie für einen unmittelbaren Rückgang ist. Es bleibt eine verzögerte Indikator, da er auf historischen Kursdaten basiert. Ein Teil der Bewegung hat sich oft schon vor der Sichtbarkeit des Signals vollzogen.

Bedeutet dies automatisch einen Kursanstieg der Altcoins?

Eine sinkende Bitcoin-Dominanz wird oft mit einem Altseason, einer Phase, in der Altcoins besser abschneiden als BTC, in Verbindung gebracht. Doch ein Death Cross bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine solche Phase sofort beginnt. Der Analyst Matthew Hyland erklärt dies in einem Beitrag auf X.

Seiner Meinung nach entwickeln sich Altcoin-Zyklen historisch über längere Zeiträume. Frühere Aufwärtstrends in der Altcoin-Dominanz dauerten mehrere Jahre, bevor ein Höhepunkt erreicht wurde. Nach einer langanhaltenden Abwärtsphase kann auch eine Erholung viel Zeit in Anspruch nehmen.

Das bedeutet, dass eine abnehmende Bitcoin-Dominanz nicht zwangsläufig kurzfristig zu einem Altseason führt. Der Markt bewegt sich in Zyklen und folgt oft Mustern, die sich über Jahre erstrecken, nicht über einige Monate.

Für Anleger ist es daher ratsam, über ein einzelnes technisches Signal hinauszuschauen. Auch die breitere Marktdynamik, Liquidität und makroökonomische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Bitcoin und Altcoins.

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