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Der amerikanische „Crypto-Czar“ David Sacks hat scharf auf einen Artikel der New York Times über ihn reagiert. Darin wird ihm vorgeworfen, in seiner Kryptopolitik in einen Interessenkonflikt geraten zu sein. Sacks weist die Vorwürfe als unbegründet zurück und hat die Zeitung wegen Verleumdung verklagt.
Dem Bericht der New York Times zufolge soll Sacks in seiner Funktion als Berater für Krypto- und KI-Politik Regelungen durchgesetzt haben, die ihm selbst und befreundeten Investoren zugutekämen. Die Zeitung schreibt, dass Sacks über seinen Investmentfonds Craft Ventures weiterhin Beteiligungen an zwanzig Kryptounternehmen halte. Frühere Stellungnahmen des Weißen Hauses behaupten jedoch, er habe seine Interessen weitgehend abgebaut.
Ein konkretes Beispiel ist BitGo, ein Unternehmen, an dem Craft laut Finanzunterlagen einen Anteil von 7,8 Prozent hält. BitGo ist unter anderem an der Stablecoin USD1 von World Liberty Financial beteiligt. Nach Darstellung der Zeitung soll Sacks Politikvorhaben wie den GENIUS Act unterstützt haben, die BitGo in die Karten spielen könnten. Das Unternehmen bestreitet jedoch, von der Gesetzgebung profitiert zu haben.
Sacks gründete Craft Ventures im Jahr 2017 und investiert seitdem in Technologie- und Kryptounternehmen. Zudem wurde in Bitcoin (BTC), Solana (SOL) und andere Assets investiert. Laut früheren Berichten veräußerte Sacks einen Teil seiner Krypto-Bestände, um Interessenkonflikte zu vermeiden.
In seiner politischen Rolle soll Sacks an der Verabschiedung des Stablecoin-Gesetzes mitgewirkt und dazu beigetragen haben, das „Debanking“ von Kryptounternehmen zurückzudrängen. Dennoch liegen zentrale Gesetzesinitiativen wie das Gesetz zur strategischen BTC-Reserve vorerst weiter auf Eis.
In der Krypto-Branche erhält Sacks Unterstützung. Tether-CEO Paolo Ardoino bezeichnete die Kritik als „unbegründet“ und betonte, es handle sich um einen breiter angelegten Angriff auf den Sektor. Auch Perianne Boring von Off the Chain Capital sprach von einer koordinierten Attacke auf prominente Akteure der Krypto-Welt.
Im Kreuzfeuer steht derzeit nicht nur Sacks. In der vergangenen Woche wurde auch Präsident Donald Trump des Machtmissbrauchs beschuldigt. Er und seine Familie sollen nach Darstellung der Demokraten mit Krypto-Projekten Milliarden Dollar verdient haben.
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