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Das tschechische Verteidigungsunternehmen CSG (Czechoslovak Group) hat einen beachtlichen Börsengang in Amsterdam hingelegt. Die Aktie eröffnete deutlich über dem Ausgabepreis und unterstreicht das gestiegene Interesse an Verteidigungsunternehmen in Europa in den letzten Jahren.
Die Aktien von CSG eröffneten am Freitagmorgen bei 32 Euro pro Stück, das sind 28 Prozent über dem Einführungspreis von 25 Euro. Mit dem Börsengang sammelte das Unternehmen zusammen mit Eigentümer Michal Strnad insgesamt 3,3 Milliarden Euro ein. Es ist der größte Börsengang eines spezialisierten Verteidigungsunternehmens aller Zeiten.
CSG produziert unter anderem gepanzerte Fahrzeuge, Munition und Artilleriegranaten. Seit dem Krieg in der Ukraine ist die Nachfrage nach solchen Waffen stark angestiegen. Europäische Länder investieren seither erheblich mehr in die Verteidigung.
Anleger reagieren darauf: Europäische Verteidigungsaktien haben sich in zwei Jahren verdreifacht. Der Börsengang von CSG passt perfekt zu diesem Trend.
Der IPO bewertet das in Prag ansässige Unternehmen mit rund 25 Milliarden Euro. Es ist der erste große Börsengang des Jahres 2026 in Europa und der größte in Amsterdam seit über zehn Jahren.
Eigentümer und Vorsitzender Michal Strnad verkaufte beim Börsengang Aktien im Wert von 2,55 Milliarden Euro. Zusätzlich kann er fast 500 Millionen Euro durch eine sogenannte Mehrzuteilungsoption einnehmen – eine Regelung, die es ermöglicht, bei großer Nachfrage nachträglich zusätzliche Aktien zu verkaufen.
CSG selbst nahm weitere 750 Millionen Euro ein. Dieser Betrag ist für allgemeine Zwecke wie Expansion und Investitionen vorgesehen.
Laut Marktexperten bleibt das Interesse an europäischen Verteidigungsunternehmen hoch. Diskussionen über die NATO und geopolitische Spannungen, unter anderem rund um Grönland, verstärken dieses Interesse.
Die Aktie wird unter dem Ticker CSG gehandelt. Der Börsengang wurde unter anderem von BNP Paribas, Jefferies, JPMorgan und UniCredit begleitet.
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