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Ein Großteil der Coins, die kürzlich beim Blockchain-Projekt Verus gestohlen wurden, ist wieder aufgetaucht. Der Hacker hinter dem Angriff hat 4.052 Ether (ETH) an das Verus-Team zurückgeschickt, was einem Wert von rund 8,5 Millionen US-Dollar entspricht.
Damit hat das Projekt etwa 75 Prozent der gestohlenen Gelder zurückerhalten. Der Hacker durfte einen Teil der Beute als Belohnung für die Rückgabe behalten.
Kurz nach dem Angriff entschied sich Verus, dem Angreifer ein bemerkenswertes Angebot zu machen. Das Krypto-Projekt bot eine Belohnung von 1.350 ETH, umgerechnet etwa 2,8 Millionen US-Dollar, wenn der Hacker den Großteil der gestohlenen Kryptowährungen zurückgeben würde.
Laut dem Blockchain-Sicherheitsunternehmen PeckShield akzeptierte der Angreifer das Angebot. Innerhalb von 24 Stunden wurde der vereinbarte Betrag an eine Wallet des Verus-Teams zurückgeschickt.
Immer öfter versuchen Krypto-Projekte auf diese Weise mit Hackern zu verhandeln. Durch das Angebot einer finanziellen Belohnung hoffen Unternehmen, einen Großteil des verlorenen Geldes zurückzubekommen. Eine solche Vereinbarung schützt den Hacker allerdings nicht automatisch vor möglichen rechtlichen Schritten oder Ermittlungen durch Strafverfolgungsbehörden.
Der Angriff richtete sich auf die sogenannte Verus-Ethereum-Bridge. Dabei handelt es sich um ein System, das es Nutzern ermöglicht, Coins zwischen verschiedenen Blockchains zu transferieren.
Forschern zufolge nutzte der Hacker gefälschte Transaktionen im Netzwerk aus, um große Mengen an Coins zu erbeuten.
Krypto-Bridges sind seit Langem als verwundbare Teile der Branche bekannt. Da diese Systeme verschiedene Blockchains miteinander verbinden, sind sie technisch komplex und attraktiv für Cyberkriminelle.
Der Hack bei Verus ist erneut ein Beispiel für die Sicherheitsprobleme im Bereich der dezentralisierten Finanzen (DeFi). Hierbei handelt es sich um Finanzanwendungen auf der Blockchain, bei denen traditionelle Banken überflüssig sind.
Zahlen von DefiLlama zeigen, dass im April etwa 634 Millionen US-Dollar an Kryptowährungen durch Hacks und Exploits gestohlen wurden. Zu den größten Vorfällen zählten Angriffe auf das Drift Protocol und Kelp, bei denen zusammen mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar verloren ging.
Im Mai scheinen die Verluste bislang geringer auszufallen. Bis jetzt wurden in diesem Monat etwa 38 Millionen US-Dollar an Coins gestohlen.
Sicherheit bleibt eine der größten Herausforderungen auf dem Kryptomarkt. In den letzten zehn Jahren wurden laut verfügbaren Daten über 17 Milliarden US-Dollar durch mehr als 518 registrierte Hacks gestohlen.
Viele Angriffe entstehen, weil private Schlüssel erbeutet oder Nutzer Opfer von Phishing und anderen Formen von Online-Betrug werden. Daher bleibt Cybersicherheit ein wichtiger Schwerpunkt für das weitere Wachstum und die Akzeptanz der Blockchain-Technologie.
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