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Bitcoin (BTC) hat sich die Ärmel hochgekrempelt und sich kräftig von seinem heftigen Absturz von gestern erholt. Auf Wochensicht steht zwar noch immer ein saftiges Minus auf der Tafel, doch ironischerweise könnte genau dieser Rückschlag einen positiven Wendepunkt markieren.
Stand jetzt hat der Bitcoin Kurs nämlich ein höheres Tief ausgebildet. Am Freitag, dem 21. November, wurde ein Boden bei rund 80.600 Dollar erreicht, und gestern fiel der Kurs nicht tiefer als 83.800 Dollar.
Allerdings ist es noch zu früh für Entwarnung. Inzwischen hat sich Bitcoin wieder über 87.000 Dollar vorgearbeitet, doch ein neuer Rückschlag ist jederzeit möglich. Erst wenn der Kurs eine Tageskerze oberhalb von 91.300 Dollar schließt, ist echte Erleichterung angesagt.

Viele Anleger hatten erwartet, dass der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, den Kurs in der vergangenen Nacht mit seiner Rede noch bewegen würde. Doch er ließ nichts Konkretes zur Wirtschaft oder zur Geldpolitik durchblicken.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung in der kommenden Woche ist damit weiter auf ein neues Rekordhoch von 89 Prozent gestiegen. Das wäre eine gute Nachricht für Investoren: Je günstiger Geld wird, desto leichter fließt es in die Märkte.
Gestern hat die Notenbank zudem ihr Programm für „quantitative tightening“ (QT), also die quantitative Straffung, beendet. Das war bereits bei der letzten Zinssitzung angekündigt worden und bedeutet, dass die Fed nicht länger aktiv Geld aus dem Finanzsystem zieht, indem sie ihre Bilanz verkleinert. Mit anderen Worten: Die Bremse wird gelöst.
Nach Ansicht des Analysten Matthew Hyland ist das eine gute Nachricht für Altcoins. Er rechnet nun damit, dass Altcoins gegenüber Bitcoin in eine mehrjährige Bullenphase eintreten.
Das heißt allerdings nicht unbedingt, dass Altcoins in den kommenden Jahren mehr Euro wert sein werden, sondern dass sie sich gegen immer mehr Bitcoins eintauschen lassen. In den vergangenen Jahren hat dagegen vor allem Bitcoin den Großteil der Altcoins deutlich übertroffen.
Für Bitcoin kommt es nun vor allem darauf an, wieder über die Marke von 90.000 Dollar auszubrechen und so den gestrigen Verlust auszumerzen.
Das wäre auch für den Rest des Kryptomarktes ein positives Signal. Coins wie Ethereum (ETH), Solana (SOL) und Ripple (XRP) haben sich bislang etwas schwächer erholt als Bitcoin selbst.
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