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Zwei auffällige Indikatoren leuchten derzeit hellgrün – ein mögliches Vorzeichen für eine volatile Phase am Kryptomarkt. Einer davon ist die berüchtigte Kimchi Premium, ein Signal, das häufig bei großen Trendwechseln auftaucht.
Bitcoin (BTC) wurde am vergangenen Wochenende von Trumps Ankündigung hart getroffen, Einfuhrzölle von hundert Prozent auf chinesische Waren einzuführen. Gleichzeitig verzeichneten zwei fundamentale Marktindikatoren einen auffälligen Anstieg.
Die Coinbase Premium, der Preisunterschied zwischen BTC auf Coinbase und Binance, stieg während des Crashs auf den höchsten Stand seit 19 Monaten. Konkret lag der Wert bei 0,182. Das bedeutet, dass Bitcoin auf Coinbase im Schnitt 0,182 Prozent teurer gehandelt wurde als auf Binance.
Auch die Kimchi Premium legte zu. Dieser Indikator, der den Preisunterschied zwischen südkoreanischen Börsen und dem internationalen Markt misst, erreichte den höchsten Stand seit Februar 2025. Die Abweichungen können dort erheblich ausfallen – so auch am vergangenen Wochenende. An der südkoreanischen Börse Bithumb notierte Bitcoin fast 7,5 Prozent höher als auf Binance.
Die Kimchi Premium entsteht, weil Händler in Südkorea mit Kapitalbeschränkungen konfrontiert sind, etwa strengen Regeln für Auslandsüberweisungen. Dadurch ist der Kauf über ausländische Börsen erschwert, was den Bitcoin-Preis lokal stärker steigen lassen kann als international.
Der Anstieg der Coinbase Premium zeigt, dass professionelle Akteure in den USA strategisch zukaufen. Unter Experten wird meist angenommen, dass Coinbase stark von US-Institutionen genutzt wird – nicht zuletzt dank der regulierten Plattform Coinbase Prime, die speziell für diese Zielgruppe entwickelt wurde. Binance ist hingegen bei Retail-Anlegern deutlich beliebter.
Die Kimchi Premium weist hingegen auf eine Welle des Optimismus bei Privatanlegern in Südkorea hin. Historisch signalisiert eine hohe Kimchi Premium häufig eine erhöhte Retail-Nachfrage, was die Volatilität zusätzlich befeuern kann.

Auch wenn die Signale bullisch wirken, gehen gleichzeitige Spitzen dieser beiden Indikatoren oft Korrekturen voraus. So war es auch im März 2024 und Februar 2025. In beiden Fällen folgten deutliche Kursrückgänge, die erst nach drei bis sechs Monaten wieder aufgeholt wurden.
Ob das auch bedeutet, dass BTC weiter fällt, hängt von mehreren Faktoren ab. Aus technischer Sicht verweist Analyst Jelle auf die Zone zwischen 117.500 und 118.000 US-Dollar als entscheidenden Widerstand. Erst wenn Bitcoin diese Zone überzeugend zurückerobert, eröffnet sich wieder Spielraum für einen Aufwärtstrend.
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